Volkswagen: Das Milliarden-Fiasko mit der Rivian-Software

Wolfsburg wollte die digitale Hoheit zurückerobern, doch im Jahr 2026 droht die Milliarden-Wette vollends zu kollabieren. Statt des erhofften Befreiungsschlags offenbart die Software-Sparte Cariad eine beispiellose Verbrennung von Kapital. Die Parallelexistenz aus veralteten Plattformen und halbfertigen Zukäufen kostet den Konzern die Zukunftsfähigkeit.
Wer heute einen ID.4 oder einen Audi Q8 e-tron fährt, erlebt die Quittung im Alltag: Unvermittelt einfrierende Infotainment-Displays und verspätete Over-the-Air-Updates. Intern soll bereits der verzweifelte Satz gefallen sein: „Wenn Rivian nicht klappt, können wir unser Grab schaufeln.“
6,5 Milliarden Euro für zwei unfertige Systeme
Um das eigene Entwicklungsdesaster abzufedern, gründete der Konzern unter Vorstandschef Oliver Blume das Joint Venture RV Tech mit dem US-Start-up Rivian. Doch statt Rettung bringt die Allianz neue Probleme: Den gelieferten Software-Paketen fehlen essenzielle Funktionen für das Fahrwerk, die Dynamikregelung und die Fahrzeugklimatisierung.
Gleichzeitig verfeuert der Konzern Unsummen durch eine Doppelgleisigkeit. Für die Weiterentwicklung der alten Cariad-Software verbucht VW rund 4 Milliarden Euro, während die Rivian-Adaption SDV@ICE weitere 2,5 Milliarden Euro verschlingt. Über 6,5 Milliarden Euro fließen in Systeme, von denen keines aktuell vollumfänglich funktioniert.
Audi-Manager schockiert über vertragliche Versorgungslücken
Besonders bei der Premiummarke Audi wächst das Entsetzen über die eingekauften Schnittstellen. Rivian liefert vertragsgemäß lediglich einfache Basisfunktionen für den US-Markt, während deutsche Entwickler komplexe Antriebs- und Lenksteuerungen mühsam selbst nachprogrammieren müssen.
Aus der Not heraus verschiebt Wolfsburg die hochmoderne SSP-Plattform weiter nach hinten. Der eigentliche Hoffnungsträger ID.1 soll nun frühestens 2027 mit Rumpf-Software ausgeliefert werden, während bestehende Modellreihen bis 2029 auf dem überarbeiteten MEB+ künstlich am Leben gehalten werden müssen.
China zieht der deutschen Ingenieurskunst unaufhaltsam davon
Während VW in Berlin mühsam 1.000 Entwickler an einem Standort bündelt, um das Chaos einzudämmen, definieren Marken wie BYD und Xiaomi das Auto längst als nahtloses Smartphone auf Rädern. In Asien entscheidet nicht mehr die Spaltmaß-Perfektion, sondern die Rechenleistung der zentralen Zonen-Server.
Wenn Wolfsburg den Absturz stoppen will, muss der Stolz fallen. Statt Milliarden in unfertige US-Codezeilen zu pumpen, braucht es eine radikale Wende hin zu funktionierenden Ökosystemen wie Android Automotive – bevor der Kunde endgültig zur Konkurrenz abwandert.
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So viele halbeshrheiten und schlechte Recherche habe ich lange nicht mehr in einem Artikel gelesen.
Ich hatte am letzten Wochenende einen Polestar 4 – und der war softwaretechnisch trotz Google/Android keinen deut besser (eher schlimmer) als VW. Ich sage nur: fünf Touches irgendwo in die Tiefen der Software, bis endlich die Nebelschlussleuchte brennt.
Aber: Kein Klappern, kein Quietschen, keine Hartplastikwüste, jeder Fensterheber hat seinen Schalter… Bei Volkswagen passen zur Zeit einfach Anmutung und Preis so gar nicht zueinander, und da ist die Software nur eine Baustelle von vielen.
Was hat Android Automotive bitte mit Fahrerassistenzsystemen und einer kompletten SDV-Architektur zu tun?
Dein ganzer Text könnte eigentlich so durchgehen und dann nimmst du dir im letzten Moment jegliche Glaubwürdigkeit in dem du („Android-Fan“ wie du in deinem Profil schreibst) sagst hurrdurr nehmt doch einfach Android.
Was für ein Schwachsinn.
Rivian ist schon jetzt nicht mehr aus dem VW Konzern, also allen Marken, wegzudenken.
Der Schritt hin zu wenigen Hochleistungsrechern OHNE kilometerlange Kabelstränge und hunderten von halbgaren Steuergeräte, ist konsequent und auf die Zukunft ausgerichtet.
Wer nur bis zum nächsten Baum denkt, fährt auch dagegen und diese Kooperation bzw Beteiligung ist nicht nur notwendig, sondern für die Zukunft genau der richtige Schritt.
Also Android ist doch ab MEB 6 drinnen oder?
Hallo Herr Schmidt,
ich hoffe, Sie löschen diesen Artikel nicht.
Im Q2 2027 würde ich gerne unter dem Artikel noch einmal antworten. Ist der Artikel dann noch online?
Nur zwei Sachen zum Nachdenken:
Welche Rolle hat bei dem Deal 2024 ICE@SDV eigentlich gespielt?
(Cariad hat jedes Jahr 4 Mrd gekostet. Die bis zu 4 Mrd für einmalige ICE@SDV Upgrades sind somit für VW Peanuts!)
Was setzt das JV Rivian & Volkswagen Technology (RVT) aktuell und in Zukunft ein?
(A.Android Open Source Project (AOSP) unter einer Open-Source-Lizenz (Apache-2.0-Lizenz) oder B. GAS (Google Automotive Services)?
Den Unterschied zu verstehen würde den Deal zwischen VW und Rivian klarer verständlich machen.
Grüße aus Norwegen!