VW Golf 9: Elektrische Neuauflage ID. Golf setzt auf 800 Volt und SSP-Plattform

VW ID. Golf
Quelle: Autocar

Volkswagen schärft sein Profil für die kommenden Jahre und rückt den Golf 9 als vollelektrisches Kernmodell in den Fokus. Auf einer internen Betriebsversammlung präsentierte der Konzern bereits eine erste Silhouette des kommenden Kompaktwagens. Die gezeigte Skizze erinnert optisch stark an die Linienführung des aktuellen Golf 8. VW verzichtet also auf radikale Design-Experimente und setzt auf vertraute Formen. Technisch basiert das Fahrzeug auf der neuen Scalable Systems Platform, kurz SSP. Diese Architektur nutzt ein 800-Volt-System für deutlich kürzere Ladezeiten am Schnelllader.

Die Produktion des elektrischen Hoffnungsträgers findet künftig wieder am Stammsitz in Wolfsburg statt. Aktuell lässt Volkswagen den Verbrenner-Vorgänger noch in Mexiko vom Band laufen. Für eine Übergangszeit verfolgt die Marke eine zweigleisige Strategie. Kunden wählen dann zwischen dem neuen Stromer und der bekannten Generation mit Benzinmotor. Langfristig verschwindet der klassische Antrieb jedoch komplett aus dem Portfolio. Bis dahin dient der ID.3 weiterhin als einzige elektrische Alternative im kompakten Format.

Intern herrscht trotz des schwierigen Starts in die E-Mobilität Einigkeit über den Kurs. Der Konzern will mit dem Golf 9 ein Elektroauto liefern, das für die breite Masse taugt. Die Skalierbarkeit der SSP-Basis spielt dabei eine entscheidende Rolle für die Wirtschaftlichkeit. Dennoch brauchen Käufer einen langen Atem. Ähnlich wie Skoda beim Octavia lässt sich auch VW Zeit mit der Markteinführung seiner wichtigsten Baureihen. Die Konzentration auf die Elektrotechnik ist jedoch unumkehrbar.

Das Bekenntnis zum Golf als Markennamen unterstreicht die Bedeutung des Projekts. Volkswagen will die ikonische Modellbezeichnung nicht für unpersönliche Kürzel opfern. Der Schritt zurück zum klassischen Namen könnte verlorenes Vertrauen bei der Stammkundschaft zurückgewinnen. Mit der Kombination aus modernster 800-Volt-Technik und gewohntem VW-Design zielt Wolfsburg direkt auf die Konkurrenz aus Fernost.

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