VW ID. Polo: Echte Tasten, 450 km Reichweite und ein Preis unter 25.000 Euro

Volkswagen zielt mit dem kommenden ID. Polo endlich wieder auf die breite Masse und korrigiert dabei gleich mehrere Fehler der jüngeren Vergangenheit. Der Wolfsburger Konzern peilt einen Einstiegspreis von unter 25.000 Euro an und nutzt dafür massive Synergien innerhalb der Markengruppe. Die Entwicklung übernahmen federführend SEAT und CUPRA, die Produktion startet im spanischen Martorell. Technisch verabschiedet sich VW in diesem Segment vom Heckantrieb. Der ID. Polo basiert auf der MEB-Entry-Plattform und zieht die Kraft über die Vorderachse. Kunden wählen zwischen einer günstigen LFP-Batterie mit 37 kWh oder einem NMC-Akku mit 52 kWh Kapazität. Letzterer ermöglicht laut Hersteller Reichweiten von bis zu 450 Kilometern und lädt in knapp 23 Minuten von 10 auf 80 Prozent.
Die Ingenieure holen aus den Außenmaßen von nur 4,05 Metern erstaunlich viel Platz heraus. Der Radstand wächst auf 2,60 Meter und schafft im Innenraum Verhältnisse wie in einem Golf. Der Kofferraum schluckt beachtliche 435 Liter und übertrifft damit den aktuellen Verbrenner-Polo deutlich. Wer die Rückbank umklappt, erhält sogar über 1.200 Liter Stauraum. Bei der Leistung deckt VW ein Spektrum von 116 PS bis 211 PS ab. Ende 2026 folgt sogar ein echter elektrischer GTI mit 226 PS. Das Designteam optimierte zudem die Aerodynamik auf einen cW-Wert von 0,264.
Viel wichtiger für den Alltag ist jedoch die Kehrtwende bei der Bedienung. Volkswagen beerdigt die ungeliebten Touch-Flächen am Lenkrad und bringt echte physische Tasten zurück. Auch für die Klimasteuerung und die Lautstärke gibt es wieder haptische Schalter und Drehregler. Die Fensterheber funktionieren ebenfalls wieder konventionell ohne nervige Doppelbelegung. Der Hersteller reagiert damit direkt auf die massive Kritik der Kundschaft an der bisherigen ID-Bedienlogik.
Der Name ist dabei mehr als nur Marketing. VW-Chef Thomas Schäfer beendet das reine Nummern-Spiel und holt zum 50. Jubiläum des Kleinwagens die ikonische Bezeichnung Polo zurück. Die Studie ID.2all wird somit serienmäßig als ID. Polo auf den Markt kommen. Das markiert den Startschuss für eine neue Nomenklatur, die auch elektrische Versionen von Golf, Tiguan und Passat vorsieht. Ob diese Rückbesinnung auf alte Tugenden und Namen gegen die starke Konkurrenz aus China und Frankreich reicht, zeigt sich beim Marktstart 2026.
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