BMW iX3 im Test: Die Neue Klasse zwischen Lade-Wahnsinn und Akku-Hitze

seitliche Frontansicht eines blauen BMW iX3
Quelle: BMW
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Chris von Car Maniac hat die ersten 1.000 Kilometer im neuen BMW iX3 abgespult und stößt direkt auf ein technisches Limit. Bei der Ladeperformance zeigt der Bayer zwar Muskeln und peitscht die Leistung an einer 400-kW-Säule kurzzeitig auf fast den Maximalwert. Doch die Freude währt nur kurz. Da die Akkutemperatur rasant auf 57 Grad klettert, wirft das System den Anker. Die Leistung bricht auf rund 170 kW ein. Wer die versprochenen 20 Minuten für den Hub von 10 auf 80 Prozent erreichen will, sollte laut Testbericht lieber konsequent an 300-kW-Säulen laden. Das schont die Hardware und verhindert die vorzeitige Drosselung durch Überhitzung.

Auf der Autobahn kristallisieren sich klare Verbrauchswerte heraus. Bei Tempo 120 genehmigt sich der iX3 etwa 23 kWh auf 100 Kilometern, was eine reale Reichweite von 473 Kilometern ermöglicht. Wer den Fuß schwerer macht und 160 km/h fährt, muss mit 36 kWh kalkulieren. Das reduziert den Aktionsradius auf 300 Kilometer. Bei der Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h schießt der Durst auf 50 kWh hoch. Trotz des hohen Tempos bleibt es im Innenraum mit 72 Dezibel erstaunlich leise. Damit liegt der Komfort fast auf dem Niveau des größeren BMW iX.

Der Innenraum hinterlässt gemischte Gefühle. Das Panoramic Vision Display, welches Informationen über die gesamte Breite der Windschutzscheibe projiziert, ist eine echte Neuerung. Es lässt sich individuell anpassen und ersetzt klassische Anzeigen effizient. Weniger Premium wirkt dagegen der Einsatz von einfachem Hartplastik in den Türabläufen. Das passt kaum zum stolzen Listenpreis des Testwagens von rund 91.000 Euro. Auch bei den Assistenten gibt es kleine Abstriche. Während andere BMW-Modelle bis 210 km/h unterstützen, regelt das System im neuen iX3 bereits bei 180 km/h ab.

Beim Kauf rät der Experte zu taktischem Geschick. Anstatt eine Wallbox als kostenlose Beigabe zu akzeptieren, sollten Kunden lieber den maximalen Fahrzeugrabatt herausholen. Die Wallbox verkleinert den Verhandlungsspielraum beim Händler meist unnötig. Für das Laden zu Hause empfiehlt sich die Nutzung dynamischer Stromtarife über Apps, um gezielt günstige Zeitfenster zu nutzen. Der neue iX3 liefert technisch also viel Licht, verlangt seinem Besitzer beim Lademanagement aber noch Mitdenken ab.

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