VW ID. Polo und GTI: Neues Elektroauto endlich ungetarnt zu sehen

VW ID. Polo
Quelle: X/Twitter @jacktbernhard

Volkswagen beendet endlich sein umstrittenes Bedienkonzept. Der neue ID. Polo wirft fehleranfällige Touch-Flächen am Lenkrad komplett raus. Die Entwickler verbauen unter dem 13 Zoll großen Touchscreen wieder eine echte und beleuchtete Schalterleiste für die Klimaanlage. Diese Rückkehr zu physischen Tasten löst das größte Ergonomie-Problem der bisherigen Elektroautos aus Wolfsburg. Ein witziges Detail versteckt sich in den digitalen Instrumenten. Ein spezieller Retro-Modus verwandelt das 10,25-Zoll-Display optisch in den Tacho eines klassischen Golf 1 GTI.

Technisch nutzt der Kompaktwagen die weiterentwickelte MEB+ Architektur. Der Hersteller setzt bei diesem Modell konsequent auf Vorderradantrieb. Das Auto misst 4.053 Millimeter in der Länge und bietet einen Radstand von 2.600 Millimetern. Das Platzangebot im Innenraum erreicht durch den fehlenden Mitteltunnel das Niveau eines aktuellen Golf. Der Kofferraum schluckt beachtliche 435 Liter Gepäck. Klappt man die Rücksitze um, wächst das Volumen auf 1.243 Liter. Designchef Andreas Mindt zitiert bei der C-Säule ganz bewusst die Linienführung des allerersten Golf. Die sportliche GTI-Version hebt sich mit einem Wabenmuster und roten Akzenten optisch ab.

Käufer wählen beim Antrieb zwischen zwei unterschiedlichen Zellchemien. Die Basisversion nutzt eine 37 kWh große LFP-Batterie. Diese Lithium-Eisenphosphat-Akkus treiben Elektromotoren mit 116 oder 135 PS an und liefern rund 300 Kilometer Reichweite. Die Ladeleistung liegt hier bei maximal 90 kW. Die größere NMC-Batterie speichert 52 kWh und versorgt einen 211 PS starken Motor für 450 Kilometer Strecke. Hier fließt der Strom mit bis zu 130 kW. Beide Varianten füllen den Akku in rund 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Der später folgende ID. Polo GTI leistet 226 PS. Er stürmt dank einer elektronischen Differenzialsperre in unter sieben Sekunden auf Landstraßentempo.

Das versprochene Elektroauto für unter 25.000 Euro lässt allerdings noch auf sich warten. Volkswagen startet den Verkauf im Frühjahr 2026 ausschließlich mit der großen Batterie. Frühe Käufer zahlen für diese Versionen deutlich über 30.000 Euro. Lieferprobleme bei den LFP-Zellen verzögern das eigentliche Einstiegsmodell auf Ende 2026 oder sogar Anfang 2027. Der Hersteller liefert mit dem ID. Polo ein alltagstaugliches und durchdachtes Fahrzeug ab. Preisbewusste Kunden brauchen bis zum Kauf jedoch viel Geduld.

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