Xiaomi HyperOS 3: Android 16 erreicht jetzt auch die Redmi-Einsteigerklasse

Xiaomi HyperOS 3
Quelle: Xiaomi

Xiaomi bringt die aktuelle Software-Kombination aus HyperOS 3 und Android 16 überraschend schnell auf seine günstigsten Smartphones. Selbst das preiswerte Redmi A4 5G aus dem Jahr 2024 erhält nun das globale Update. Damit versorgt der Hersteller auch Geräte mit schmaler Ausstattung wie 64 GB Speicher mit dem neuesten Sicherheitspatch vom Februar 2026. Diese breite Verteilung signalisiert das Ende des aktuellen Rollout-Zyklus für die offiziell unterstützten Modelle. Nutzer der Marken Redmi und POCO melden derzeit verstärkt den Eingang der neuen Firmware auf ihren Geräten.

Trotz der positiven Nachrichten bei den Einsteigern bleibt die Update-Politik von Xiaomi ein zweischneidiges Schwert. Die Entkopplung von HyperOS und der zugrunde liegenden Android-Version sorgt weiterhin für Intransparenz im Portfolio. Zudem hagelt es Kritik für die oft offensichtlichen Kopien von iOS-Features. Ein Beispiel ist die Funktion HyperIsland, die stark an Apples Dynamic Island erinnert. Auch die teils aggressive Werbung in System-Apps und das Fehlen einer verbindlichen Updategarantie für alle Baureihen trüben das Gesamtbild der chinesischen Benutzeroberfläche deutlich.

Ein weiteres Ärgernis bleibt die Unzuverlässigkeit beim Zeitplan. Während Billig-Smartphones bereits bedient werden, warten Besitzer leistungsstärkerer Modelle wie dem POCO F6 teilweise immer noch auf den Download. Obwohl die Verteilung bereits im Dezember startete, erreicht die Software viele Nutzer erst mit monatelanger Verzögerung. Xiaomi nutzt hierfür ein wellenbasiertes System, was bei den Betroffenen für Frust sorgt. Die fehlende Struktur in der Reihenfolge der Belieferung wirkt für Kunden oft willkürlich und wenig nachvollziehbar.

Dennoch liefert Xiaomi mit dem Sprung auf Android 16 ein starkes technisches Fundament für die breite Masse. Die Integration aktueller Sicherheitsstandards auf Augenhöhe mit der Konkurrenz ist ein wichtiger Schritt zur Kundenbindung. Wer ein berechtigtes Modell nutzt, sollte regelmäßig manuell in den Systemeinstellungen nach Aktualisierungen suchen. Sobald die finale Phase des Rollouts abgeschlossen ist, dürften fast alle aktuellen Xiaomi-Handys auf dem neuesten Stand sein. Wir beobachten gespannt, ob der Hersteller die Kritik an der Inkonsistenz seiner Software im nächsten großen Release aufgreift.

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