Xiaomi Mix Fold 5: Riskanter Chip-Wechsel ohne Qualcomm

Xiaomi Mi MIX Fold
Quelle: Xiaomi
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Nach einem Jahr Pause meldet sich Xiaomi im Segment der faltbaren Smartphones zurück. Erste geleakte Live-Bilder des Xiaomi Mix Fold 5 zeigen ein verändertes Design mit stark abgerundeten Ecken. Statt der sperrigen Kanten früherer Generationen wirkt das Gehäuse im geschlossenen Zustand kompakter und breiter, was die Ergonomie im Alltag spürbar verbessert.

Der eigentliche Aufreger versteckt sich jedoch unter der Haube der zertifizierten Modellnummer 2608BPX34C. Xiaomi bricht laut den Netzdaten mit Qualcomm und verbaut erstmals den hauseigenen Xring O3 Prozessor. Ein mutiger Schritt, der bei fehlender Gehäusekühlung in einem dünnen Foldable-Chassis jedoch schnell zum Hitzestau und aggressiven Throttling führen kann.

Ein 6.000-mAh-Monster im dünnen Gehäuse

Um das 7,5 bis 7,6 Zoll große Hauptdisplay samt reduzierter Faltspur mit ausreichend Energie zu versorgen, pflanzt Xiaomi einen massiven 6.000-mAh-Akku mit kabelloser Ladefunktion ein. Das bedeutet gut 20 Prozent mehr Kapazität im Vergleich zum Vorgänger. Allerdings fordert ein derart großer Energiespeicher unweigerlich seinen Tribut beim Gesamtgewicht und der Bautiefe.

Zusätzlich verbaut der Hersteller eine Hauptkamera mit 200 Megapixeln. Bei faltbaren Geräten ist der physikalische Bauraum für Kameramodule extrem limitiert. Ob die extreme Auflösung in der Praxis echten Mehrwert bringt oder primär als Marketing-Aushängeschild dient, bleibt eine berechtigte Frage.

HyperOS 4 übernimmt das Speichermanagement

Softwareseitig feiert HyperOS 4 auf Basis von Android 17 seine Premiere. Neben der visuellen „Liquid Glass“-Oberfläche integriert Xiaomi einen neuen System-Kernel, der Lasten intelligenter verteilt und häufig genutzte App-Daten vorab in den Arbeitsspeicher lädt.

Ein zentraler Hub für vernetzte Geräte sowie der erweiterte Assistent Super Xiao Ai runden das Paket ab. Bei geschätzten Anschaffungskosten von umgerechnet über 1.300 Euro steht Xiaomi unter enormem Zugzwang: Das Zusammenspiel aus neuem Eigenchip, riesigem Akku und komplexem Speichermanagement muss vom ersten Tag an absolut stabil laufen.

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