BMW M3: Elektrischer Quad-Motor wird auf Nürburgring getestet

In München rollen die ersten Serienmodelle der Neue Klasse vom Band: Der BMW i3 50 xDrive First Edition macht den Anfang. Doch die eigentliche Sprengkraft liegt auf der Nordschleife. Dort testet die M-GmbH den ersten voll-elektrischen BMW M3 – und zielt damit ohne Umwege auf die eigene Stammkundschaft.
Die Erlkönig-Aufnahmen der verkleideten Limousine zeigen eine klare Abgrenzung zur zivilen Basis. Zwar wird die Serie dezentere Züge tragen als die radikale Studie M Concept Neue Klasse, doch die Proportionen stehen fest. Wer gehofft hatte, der M3 würde als stromernder Alibi-Gleiter enden, sieht sich getäuscht.
Die M-GmbH erklärt den Verbrenner zum Zielfeind
M-Chef Frank van Meel formuliert die Strategie überraschend kompromisslos. Der elektrische M3 soll den parallel weiterlaufenden Benziner überflügeln und Kunden aktiv abwerben. Nicht der Markt zwingt die Kunden zum Wechsel, sondern überlegene Fahrdynamik auf der Rennstrecke.
Das technische Fundament bildet ein Layout mit vier Elektromotoren. Anstatt stur auf irre PS-Zahlen zu schielen, konzentrieren sich die Ingenieure auf agile Kennlinien. Wer schwere Hochvolt-Batterien schnell durch Kurven bewegen will, braucht zwingend ein Ansprechverhalten im Millisentundenbereich.
Central-ECU „Heart of Joy“ erzwingt perfekte Spurtreue
Hier kommt der zentrale Steuerrechner namens Heart of Joy ins Spiel. Das System nutzt echtes Torque Vectoring: Das gezielte Abbremsen der kurveninneren Räder bei gleichzeitigem Vortrieb der äußeren Räder ersetzt klassische mechanische Sperrdifferenziale. Das verringert Trägheitsmomente radikal.
Um die Bindung zwischen Fahrer und Fahrzeug zu sichern, integriert BMW simulierte Gangwechsel und ein eigenes E-Soundkonzept. Das klingt im ersten Moment nach Spielerei, erfüllt auf dem Rundkurs aber eine harte Funktion. Fahrer benötigen haptische und akustische Anhaltspunkte für Bremspunkte und Kurvenspeed.
Wer den Verbrenner nicht stur kopiert, sondern die Physik von Vier-Motoren-Drive voll ausreizt, schafft echten Mehrwert. Wenn das Paket aus Software und Fahrwerk liefert, wird der E-M3 den Benziner auf der Stoppuhr gnadenlos entzaubern.
Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen
Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!
