AirDrop für Android: Google lässt die eigenen Pixel-Flaggschiffe im Regen stehen

Google Pixel 8 und Google Pixel 8 Pro Header
Quelle: Schmidtis Blog
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Der Datenaustausch zwischen Android und iOS glich jahrelang einer digitalen Sackgasse. Man behalf sich mit Cloud-Links oder schickte Bilder per Messenger, was meist zulasten der Qualität ging. Auf der Google I/O 2026 folgte dann der Paukenschlag: Quick Share öffnet sich offiziell für AirDrop. Die Erleichterung in der Community hielt jedoch nur so lange an, bis die offizielle Kompatibilitätsliste die Runde machte. Während aktuelle Top-Modelle von Samsung, Oppo und OnePlus versorgt werden, klafft bei Google selbst eine Lücke, die kaum logisch zu erklären ist. Ausgerechnet das Pixel 8 und das Pixel 8 Pro fehlen in der Aufzählung der unterstützten Geräte.

Besonders skurril wird die Situation beim Blick auf das günstigere Ende des Portfolios. Das Pixel 8a taucht nämlich in der Liste der Auserwählten auf. Technisch ergibt das wenig Sinn, da in allen drei Varianten der identische Tensor G3 Chipsatz seinen Dienst verrichtet. Es gibt keinen Hardware-Grund, warum das günstigste Modell der Familie Dateien mit einem iPhone austauschen darf, während die teuren Flaggschiffe draußen bleiben. Es sieht ganz danach aus, als hätte Google hier eine rein willkürliche Grenze gezogen, die sich am Veröffentlichungsjahr orientiert. Das Pixel 8a kam 2024 auf den Markt, die Pro-Version bereits Ende 2023.

In Foren wie Reddit kocht die Stimmung entsprechend hoch. Nutzer, die hunderte Euro in ein vermeintliches Premium-Produkt investiert haben, fühlen sich von der eigenen Marke im Stich gelassen. Das Versprechen einer langjährigen Software-Unterstützung wirkt wie blanker Hohn, wenn zwar das Betriebssystem aktualisiert wird, entscheidende neue Funktionen aber exklusiv für neuere Generationen reserviert bleiben. Für viele enttäuschte Besitzer ist die Konsequenz klar: Der nächste Smartphone-Kauf führt sie weg von der Pixel-Reihe hin zur Konkurrenz, die ihre Kunden bei diesem Update offensichtlich weniger stiefmütterlich behandelt.

Immerhin liefert Google eine Art Trostpflaster für alle ausgemusterten Modelle. Über einen Umweg per QR-Code lässt sich Quick Share auch auf nicht unterstützten Geräten nutzen. Dabei wird ein Code generiert, den das iPhone scannt, um die Datei anschließend über die Cloud herunterzuladen. Das funktioniert zwar, hat mit dem Komfort einer direkten, lokalen Übertragung per AirDrop-Protokoll aber wenig zu tun. Es bleibt ein Behelf, leider.

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