Android 17-Rollout eskaliert: Warum OnePlus OxygenOS killt und was Samsung und Xiaomi verschweigen

Das offizielle Logo für Android 17. Ein violettes, überlappendes Stern-Emblem mit einem dunklen Zentrum, das oben den weißen Text 'ANDROID' und unten die Zahl '17' enthält. In der Mitte befindet sich ein grüner Kreis mit einem abstrakten Wirbelmuster
Quelle: Google
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Vier Monate nach dem Pixel-Start im Juni 2026 schalten Samsung, Xiaomi und OnePlus ihre Update-Server für Android 17 scharf.

Auf den ersten Blick wirkt die Verteilung wie Routine. Wer jedoch im ein OnePlus-Gerät anstöpselt, erlebt eine böse Überraschung: OnePlus nutzt das Upgrade auf Android 17, um OxygenOS auf Bestandsgeräten endgültig abzuräumen und ungefragt durch Oppos ColorOS 17 zu ersetzen.

Wer jetzt reflexartig auf „Aktualisieren“ tippt, riskiert nicht nur eine fremde Benutzeroberfläche, sondern bei Nichtgefallen einen totalen Datenverlust.

Android 17 Rollout: Die harten Fakten

  • OnePlus beendet Ära: ColorOS 17 landet auf OnePlus 15, Pad 4, 13, 13s, 13R und 15R. OxygenOS wird ersetzt; ein Rollback zurück auf das alte OS löscht den gesamten internen Speicher.
  • Samsung streut One UI 9: Die Flaggschiffe (S23 bis S26) und Foldables sind versorgt. Das Galaxy M36 zieht überraschend früh mit einem 2.892,96 MB großen OTA-Paket nach (Build M366BXXU8CZJ5).
  • Xiaomi blockt Europa ab: HyperOS 4 läuft seit 15. Oktober in China auf Xiaomi 17, Redmi K90 und Pad 8; Welle 2 startet am 31. Oktober für Xiaomi 16. Globale Termine hält der Hersteller weiter unter Verschluss.
  • Support-Cut: Für die Galaxy S22-Serie und Geräte auf One-UI-8.5-Basis ist Android 17 gestrichen.

OnePlus bricht mit der Community: ColorOS 17 frisst OxygenOS

Den radikalsten Schritt im gesamten Release-Zyklus vollzieht OnePlus. Der Hersteller zog den Verteilungszeitplan für ColorOS 17 auf Basis von Android 17 vor: Das OnePlus 15 und das Pad 4 erhielten die finale Version bereits am 22. Oktober 2026.

Seit dem 26. Oktober folgt die Welle für das OnePlus 13, 13s und 15R, ab dem 27. Oktober für das 13R. Doch was als Systemaktualisierung deklariert wird, ist in Wahrheit eine Zwangsassimilation an den Mutterkonzern BBK.

Bestandsnutzer werden auf ColorOS umgestellt. Die Rückkehr zu OxygenOS ist technisch zwar machbar, erzwingt jedoch einen vollständigen Factory-Reset inklusive Datenvernichtung.

In den Update-Logs tauchen folgende offizielle Firmware-Builds auf:

  • OnePlus 13: CPH2649_17.0.0.102(EX01)
  • OnePlus 13R: CPH2691_17.0.0.105(EX01)
  • OnePlus 13s: CPH2723_17.0.0.101(EX01)
  • OnePlus 15R: CPH2767_17.0.0.106(EX01)

Parallel dazu räumt BBK auch bei Realme auf: ColorOS 17 beerbt die bisherige Oberfläche Realme UI 7.0 auf insgesamt 49 Modellen, beginnend mit dem Realme GT 8 Pro und dem GT 7 Pro. Bis zum ersten Quartal 2027 soll die Migration markenübergreifend durchgezogen sein, womit der Rollout das Aus von OxygenOS endgültig besiegelt.

Samsung One UI 9: Breite Front bis in die M-Klasse

Samsung spart sich Vorab-Ankündigungen und liefert One UI 9 direkt über seine weltweiten Server aus.

Neben den High-End-Serien Galaxy S26, S25, S24 und S23 rollt Android 17 erstaunlich früh für die Mittelklasse aus. Auf dem Galaxy M36 schlägt das Update mit exakt 2.892,96 MB unter der Firmware-Kennung M366BXXU8CZJ5 auf.

Zu den greifbaren Verbesserungen gehören transparente Wartungs- und Garantie-Dashboards in den Systemeinstellungen, aufgeräumte Schnell-Einstellungen und optimierte DeX-Treiber.

Wer dagegen ein Galaxy S23 FE besitzt, bleibt bis 2027 in der Warteschleife. Für die beliebte Galaxy-S22-Generation besiegelt One UI 8.5 das endgültige Support-Ende.

Xiaomi HyperOS 4: Künstliche Bremse für den Weltmarkt

Bei Xiaomi offenbart sich erneut die bekannte Zwei-Klassen-Strategie. Am 15. Oktober 2026 ging HyperOS 4 an den Start – jedoch ausschließlich für den chinesischen Heimatmarkt auf dem Xiaomi 17, der Redmi-K90-Serie und dem Pad 8.

Am 31. Oktober folgt die zweite Tranche für die Xiaomi-16-Familie, das Pad 7 Ultra und die K80-Reihe. Später rücken das Xiaomi 17 Max und das 17T Pro nach.

Neue KI-Systemdienste wie MiMo-LLM, Super XiaoAi 2.0 oder der überarbeitete System-Expertenmodus bleiben europäischen Geräten vorerst vorenthalten. Konkrete Termine für globale ROMs nennt Xiaomi weiterhin nicht.

Der große Rollout-Vergleich: Termine, Modelle & Firmware-Details

Hersteller & UIStartphase (Oktober 2026)Nächste Welle (Nov. 2026 – Feb. 2027)Verifizierte Firmware / Download-Größe
OnePlus (ColorOS 17)OnePlus 15, Pad 4, 13, 13s, 15ROnePlus Open, 13R, 12, Nord 6CPH2649_17.0.0.102(EX01) (~3,5 GB Voll-OTA)
Samsung (One UI 9)Galaxy S26, S25, S24, S23, M36Galaxy A-Reihe, Z Fold/Flip, S23 FE (erst 2027)M366BXXU8CZJ5 (exakt 2.892,96 MB)
Xiaomi (HyperOS 4)Xiaomi 17, Redmi K90, Pad 8Xiaomi 16, Pad 7 Ultra, K80, 17T ProChina-Rollout aktiv, globale Termine offen
Realme (ColorOS 17)GT 8 Pro, GT 8 Pro Dream EditionGT 7 Pro, Realme 16 Pro 5G / Pro+ 5GErsetzt Realme UI 7.0 auf 49 Geräten
Nothing (Nothing OS 5.0)Nothing Phone (3)Phone (4a), Phone (3a), Phone (2a)Rollout läuft seit Mitte Oktober bis Jan. 2027
Vivo / iQOO (OriginOS 7)X Fold 5, X300-Serie, iQOO 15Breite Mittelklasse bis Ende Feb. 2027Erste Phase Ende Oktober gestartet

Vor dem Klick auf Installieren: Vier Pflichtschritte

Wer Systemabstürze oder Speicherengpässe beim Sprung auf Android 17 vermeiden will, muss vorab Vorsorge treffen:

  1. Vollständiges Offline-Backup ziehen: Sichern Sie Daten extern. Sollte Ihnen ColorOS auf dem OnePlus nicht zusagen, löscht das Rollback-Tool alle Inhalte restlos.
  2. Mindestens 10 GB Speicher freiräumen: Ein OTA-Paket von rund 3 GB benötigt zur temporären Entpackung und Verifikation das Dreifache an freiem Systemspeicher.
  3. Manuelle Serverabfrage triggern: Öffnen Sie Einstellungen > Softwareaktualisierung (Samsung/Xiaomi) oder Einstellungen > System und Updates (OnePlus) und starten Sie die Suche manuell.
  4. Akku absichern: Beginnen Sie den Installationsprozess niemals unter 50 Prozent Akkustand und schließen Sie das Smartphone an das Netzteil an, um fatale Schreibabbrüche zu verhindern.

Das ungeschminkte Urteil: Effizienz schlägt Fan-Kultur

Betriebswirtschaftlich ergibt der Schritt von BBK Sinn: Die Zusammenlegung von OxygenOS und Realme UI auf eine zentrale ColorOS-Codebasis spart Millionen und vereinheitlicht den Patch-Prozess.

Aus Sicht langjähriger Nutzer ist es ein Verrat an den Wurzeln der Marke. Jahrelang war das schlanke, Google-nahe OxygenOS das kaufentscheidende Alleinstellungsmerkmal gegenüber Samsung und Xiaomi.

Mit Android 17 wird OnePlus zum austauschbaren Hardware-Hülle für Oppos Software-Kosmos degradiert. Wer Stock-Android-Nähe sucht, muss ab jetzt zwangsläufig zum Pixel greifen.

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3 Kommentare

  1. Naja was Xiaomi betrifft finde ich das ein wenig übertrieben.
    Ja es gibt noch kein offiziellen Termin für das Update jedoch haben die 17er und 15er reihe schon die Beta erhalten.
    Es wird also aktiv dran gearbeitet.

  2. Honor Magic8 pro
    habe bereits das zweite Uodate für Android 17 bekommen.
    War jetzt etliche Jahre bei Xiaomi, kein Vergleich was Updates angeht.
    w
    Warte noch auf das Rollout für mein Magic Pad4

  3. Die Überschrift „Was Samsung und Xiaomi verschweigen“ hat mich neugierig gemacht. Nach dem Lesen frage ich mich allerdings, was die beiden Hersteller denn nun tatsächlich verschweigen.

    Dass Updates schrittweise verteilt werden, nicht alle Geräte gleichzeitig versorgt werden und internationale Veröffentlichungstermine noch fehlen, ist doch nichts Ungewöhnliches.

    Auch das Ende großer Android-Versionsupdates sollte man nicht mit dem vollständigen Ende des Supports gleichsetzen.

    Ich finde solche Überschriften irreführend. Wer den Herstellern vorwirft, etwas zu verschweigen, sollte diesen Vorwurf auch konkret belegen können. Ansonsten ist das für mich eher Clickbait als eine sachliche Berichterstattung.

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