Apple: Preisschock von 100 Dollar trifft alle iPhones

Render von vier Farboptionen des kommenden Apple iPhone 18 Pro
Quelle: FrontPageTech
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Die Schonfrist für Smartphone-Käufer ist offiziell vorbei: Apple dreht an der Preisschraube – und zwar ohne Ausnahme. Laut aktuellen Leaks aus der Lieferkette erhöht der Konzern ab dem 8. September die Preise für das gesamte iPhone-Lineup pauschal um 100 US-Dollar. Betroffen ist nicht nur das kommende iPhone 18 Pro, sondern auch jedes einzelne ältere Modell, das Apple weiterhin im offiziellen Lineup führt.

Wer gehofft hatte, nach der letzten Preiserhöhungswelle bei Mac und iPad mit einem blauen Auge davonzukommen, wird enttäuscht. Für den europäischen Markt bedeutet dieser US-Schritt erfahrungsgemäß einen realen Aufschlag von rund 120 bis 140 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Währungsaufschlag.

KI-Rechenzentren saugen den Speichermarkt leer

Verantwortlich für diesen Preissprung ist kein plötzlicher Luxus-Aufschlag aus Cupertino, sondern eine fundamentale Schieflage auf dem Halbleitermarkt. Die drei marktbeherrschenden Chiphersteller SamsungSK Hynix und Micron haben ihre Fertigungskapazitäten radikal auf High-Bandwidth-Memory (HBM) umgestellt. Grund dafür ist der anhaltende Boom bei KI-Servern, die gigantische Mengen dieses Spezial-RAMs verschlingen.

Für gewöhnliche Smartphones bleibt damit schlicht zu wenig Kapazität übrig. Standard-LPDDR-RAM und NAND-Flash-Speicher werden künstlich verknappt, was die Einkaufspreise nach oben treibt. Beim iPhone 18 Pro schlägt dieser Engpass mit voller Wucht ein: Die reinen Materialkosten (Bill of Materials) klettern im Vergleich zum Vorgänger um rund 40 Prozent. Apple fängt diese Kosten nicht auf, sondern reicht die Rechnung eins zu eins an die Endkunden weiter.

Embargo-Risiko in China: Apples gefährlicher Ausweg

Um den Engpass abzufedern, versucht Apple im Hintergrund verzweifelt, neue Zulieferer zu erschließen. Verhandlungen mit chinesischen Fertigern brachten bisher zwar keine Preisnachlässe, sichern aber zumindest Stückzahlen. Besonders heikel: Apple testet derzeit Speicherchips des chinesischen Herstellers CXMT.

Das Problem ist brisant: CXMT steht auf der schwarzen Liste der US-Regierung. Sollte Apple tatsächlich Hardware eines sanktionierten Unternehmens verbauen, droht massiver Gegenwind aus Washington. Ein solcher Schritt verdeutlicht, wie eng der Flaschenhals bei den Speicherkomponenten inzwischen wirklich ist.

Kaufentscheidung: Jetzt zuschlagen oder Preiserhöhung zahlen

Für Kunden ergibt sich daraus ein klares Szenario. Wer in den kommenden Monaten ein Smartphone-Upgrade plant – ganz gleich ob Basismodell, Pro-Variante oder ein älteres Bestandsgerät –, hat bis zum 8. September eine feste Frist. Danach greift die Preiserhöhung im Handel.

Ein Preisaufschlag von 100 Dollar bei gleichzeitigen Hardware-Kompromissen im Speicherbereich ist für Verbraucher ärgerlich, im aktuellen Marktumfeld aus Herstellersicht jedoch die logische Konsequenz. Wer zögert, zahlt ab Herbst schlicht drauf.

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