Apples faltbares iPhone: Kommt das iPad für die Hosentasche?

iPhone Fold Ultra Mockup
Quelle: X/Twitter @UniverseIce
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Vergesst alles, was ihr über schmale, langgezogene Foldables wie das Pixel Fold oder Samsungs Z-Serie wisst. Wenn die aktuellen Dummys aus Fernost auch nur ansatzweise die Realität abbilden, plant Apple beim ersten faltbaren iPhone einen völlig anderen Weg. Das Gerät, das intern wohl als „Ultra-Variante“ gehandelt wird, bricht mit dem gewohnten Smartphone-Format und erinnert im geschlossenen Zustand eher an ein quadratisches Notizbuch oder das legendäre BlackBerry Passport. Es ist kurz, ungewöhnlich breit und wirkt fast schon ein wenig untersetzt.

Der Grund für dieses eigenwillige Design erschließt sich erst beim Aufklappen. Während die Konkurrenz versucht, ein benutzbares Außendisplay mit einem noch länglicheren Innendisplay zu kombinieren, scheint Apple das iPad mini als Vorbild zu nehmen. Das Seitenverhältnis im geöffneten Zustand schreit förmlich nach Tablet-Apps. Für Entwickler wäre das ein Segen: Statt mühsam neue Layouts für extrem schmale Bildschirme zu basteln, könnten bestehende iPad-Anwendungen fast nahtlos auf das Foldable rutschen. Es ist im Grunde ein iPad Nano, das sich in der Mitte falten lässt.

Haptisch bringt die gedrungene Bauform einen handfesten Vorteil. Durch die geringe Höhe liegt der Schwerpunkt deutlich tiefer als bei der Konkurrenz. Selbst im aufgeklappten Zustand wirkt das Gerät nicht kopflastig, was das Tippen und Halten stabil macht. Mit einer Gehäusedicke von gerade einmal 5,2 Millimetern im offenen Zustand ist es zudem beeindruckend dünn – fast auf dem Niveau eines iPad Pro. Doch diese Schlankheitskur hat ihren Preis, und der sitzt auf der Rückseite.

Der Kamerabuckel ist schlichtweg gewaltig. Um die Optik der Pro- oder Ultra-Serie unterzubringen, ragt das Modul weit aus dem Gehäuse heraus. Auf dem Tisch liegend verwandelt sich das iPhone damit in eine Wippe. Das signalisiert aber auch: Apple macht bei der Kamera keine Kompromisse, nur weil das Gehäuse faltbar ist. Wer ein Ultra kauft, will die beste Linse, auch wenn das Gerät dadurch im geschlossenen Zustand fast doppelt so dick wird wie ein normales Smartphone.

Interessant sind die Details am Rahmen. Die Lautsprecher sitzen asymmetrisch, was je nach Griffweise dazu führen kann, dass man einen davon verdeckt. Die Lautstärketasten sind nach oben gewandert, während der Powerbutton dort sitzt, wo der Daumen ihn natürlicherweise erwartet. Am Ende bleibt ein Gerät, das polarisieren wird. Es ist kein iPhone, das man mal eben einhändig im Vorbeigehen bedient. Es ist ein Werkzeug, das darauf wartet, aufgeklappt zu werden. Ob die Nutzer bereit sind, für dieses „Pocket-iPad“ den erwarteten Premium-Preis einer Ultra-Serie zu zahlen, wird sich zeigen müssen.

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