Autonomes Fahren: Teslas Kamerasystem „Full Self-Driving“ gerät bei schlechtem Wetter massiv in die Kritik

Tesla Modellpalette 2024
Quelle: Tesla, Inc.
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Elon Musk klammert sich beim autonomen Fahren eisern an eine einzige Technologie. Tesla vertraut bei der Umfelderfassung seiner Elektroautos komplett auf Kamerasysteme. Diese Entscheidung drückt die Produktionskosten enorm. Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA zweifelt diesen radikalen Ansatz nun nachdrücklich an. Die Experten weiten ihre aktuellen Untersuchungen zu den Fahrassistenzsystemen von Tesla weiter aus. Die vorliegenden Unfalldaten skizzieren ein gefährliches Problem bei der reinen Kamera-Auswertung.

Blendendes Sonnenlicht, dichter Nebel oder verschmutzte Linsen beeinträchtigen das System offenbar extrem. Die NHTSA kritisiert vor allem das mangelhafte Warnsystem in genau solchen Momenten. Die Software erkennt eine eingeschränkte Sicht oft schlichtweg nicht. Das „Full Self-Driving“ (FSD) gibt keine akustische oder optische Warnung an den Fahrer ab. Der Mensch hinter dem Steuer erhält dadurch viel zu wenig Reaktionszeit vor einem drohenden Unfall. Diese technische Blindheit betrifft alle Tesla-Modelle ab dem Baujahr 2016.

Mit dieser Behörden-Einschätzung fühlen sich Konkurrenten in ihrer eigenen Strategie bestätigt. Entwickler wie die Google-Tochter Waymo belächeln Teslas reinen Kamera-Fokus seit Jahren. Sie verbauen zusätzliche Sensoren wie teure Laser-Radare in ihren Fahrzeugen. Diese Technik tastet die Umgebung selbst bei absoluter Dunkelheit oder heftigem Regen präzise ab. Die höheren Kosten dieser Hardware erkaufen ein deutliches Plus an Verkehrssicherheit.

Der Name „Full Self-Driving“ bleibt weiterhin reines Marketing. Das System arbeitet rechtlich nur als normaler Assistent. Der Fahrer trägt jederzeit die volle Verantwortung für das Fahrzeuggeschehen. Tesla testet in den USA aktuell eine erweiterte Beta-Version für echtes autonomes Fahren. Der Konzern kämpft gleichzeitig in Europa hartnäckig um die offizielle Zulassung seiner fortschrittlichsten Software. Die aktuellen Bedenken der amerikanischen Prüfer dürften diese Bemühungen nicht gerade erleichtern.

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