BMW 1er: Elektro-Hatchback greift 2028 mit Heckantrieb an

Während die Konkurrenz aus Stuttgart und Ingolstadt ihre Einstiegsmodelle wohl zu hochgebauten Minivans umfunktioniert, bleibt München stur: Die vierte Generation des BMW 1er feiert 2028 ihr Debüt und bleibt ein fester Hatchback. Das ist reine Berechnung. Mit knapp 200.000 verkauften Einheiten im letzten Jahr macht der Kompakte rund zehn Prozent des Gesamtabsatzes aus und holt vor allem junge Käufer in Märkten wie Frankreich und Italien zur Marke.
Der eigentliche Paukenschlag sitzt unter dem Blech: Die vollelektrische Variante nutzt erstmals die reine Elektro-Plattform Gen6. Damit wandert der Antrieb bei der Basisversion zurück an die Hinterachse – hallo, Heckantrieb! Bis zu 322 PS leistet der Hauptmotor im Heck. Wer noch mehr Krawall will: Die Architektur packt auch ein Dual-Motor-Setup mit Allrad und rund 463 PS für ein mögliches M-Modell. Wer dem Verbrenner treu bleiben will, bekommt auf der überarbeiteten UKL2-Plattform weiterhin Benziner (1,5-Liter-Dreizylinder und 2,0-Liter-Vierzylinder) sowie einen neuen Plug-in-Hybrid mit 19,5-kWh-Akku für gut 100 Kilometer E-Reichweite.
Nachdem die Münchner bereits mit dem neuen BMW iX3 der Neuen Klasse vorgelegt haben, zeigt sich bei der Gesamtstrategie der Neuen Klasse, wie modular der Hersteller denkt. Entwicklungschef Joachim Post deutete sogar an, dass die flexible Gen6-Architektur beim Elektro-1er die Rückkehr eines Dreitürers ermöglichen könnte – eine Bauform, die bei Verbrennern längst ausgestorben ist.
Neue Klasse im Cockpit: Panoramic iDrive statt klassischer Tachos
Im Cockpit zieht das komplette High-Tech-Arsenal ein: Das gigantische, 43,3 Zoll lange Panoramic iDrive direkt unter der Windschutzscheibe wird vom schrägen 17,9-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole ergänzt. Angetrieben wird das Ganze von neuen KI-Steuergeräten. Dass der Akku kleiner ausfällt als das 108-kWh-Paket aus dem i3, ist dem kompakten Radstand geschuldet – drückt aber hoffentlich den Einstiegspreis in die anvisierte Region von umgerechnet rund 35.000 Euro (30.000 Pfund).
Ob man das wirklich braucht? Ich sage ganz klar: Ja! Während andere Hersteller das Kompaktsegment kampflos aufgeben oder in langweilige Crossover-Formate pressen, schärft BMW das Profil des 1ers als echten Sport-Kompakten nach. Heckantrieb in der Elektro-Kompaktklasse – das dürfte spannend werden!
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