BMW iX5 & iX3: 460 kW Lade-Performance zerlegt die Konkurrenz

460 kW Ladeleistung im Peak an der DC-Säule beim neuen BMW iX5 – das ist kein feiner Evolutionsschritt mehr, sondern eine regelrechte Ansage an Porsche, Audi und die chinesische Premium-Konkurrenz. Während das Verbrenner-Erbe beim gigantischen 141-kWh-Akku des iX5 noch spürbar durchscheint, liefert BMW mit dem kleineren iX3 40 xDrive zeitgleich das hocheffiziente Gegenmodell der Neuen Klasse ab.
460 kW Lade-Spektakel: Der 141-kWh-Koloss iX5 im Detail
Um den gigantischen Akku mit 141 kWh Bruttokapazität nicht zur Geduldsprobe an der Schnellladesäule verkommen zu lassen, schöpft BMW die Reserven der überarbeiteten 800-Volt-Architektur voll aus. Die Ladekurve rauscht im Peak auf wahnwitzige 460 kW hoch – damit pumpen die Münchner den Akku in nur knapp 23 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Ein Blick auf das Carwow-Datenblatt zum iX5 zeigt eindrucksvoll, mit welcher Vehemenz hier Energie in die Batteriezellen geschossen wird.
Freilich hat diese Rekord-Ladeleistung eine Kehrseite. Mit 578 PS (425 kW) Systemleistung und einer WLTP-Reichweite von bis zu 845 Kilometern ist der iX5 zwar ein Langstrecken-Monster, muss aber sein massives Leergewicht kompensieren. Schon im ersten BMW iX5 Leak mit 141 kWh Akku deutete sich an, dass BMW fehlende Aerodynamik und Masse durch schiere Batterie-Brutalität ausgleicht. Der Verbrauch schlägt mit 20,1 bis 23,9 kWh pro 100 Kilometer zu Buche – ein Wert, den der kleinere Bruder deutlich unterbietet.
iX3 40 xDrive: Warum 300 kW Ladeleistung der wahre Sweetspot sind
Spannender für den Alltag dürfte für die meisten Käufer nämlich der iX3 40 xDrive werden. Hier setzt BMW auf einen kompakteren Akku mit 82,6 kWh Netto-Kapazität (86,9 kWh brutto) und eine maximale DC-Ladeleistung von 300 kW. Weil das Akkupaket deutlich kleiner bemessen ist, schrumpft die Ladezeit für das Fenster von 10 auf 80 Prozent auf extrem kurze 17 Minuten. Über den gesamten Ladevorgang hält der iX3 eine durchschnittliche Ladeleistung von 160 kW.
Zwei Elektromotoren stellen beim iX3 Allrad-Modell eine Systemleistung von 275 kW (374 PS) sowie 520 Nm Drehmoment bereit. Der Wertsprint auf Tempo 100 ist nach 5,6 Sekunden erledigt, bei 200 km/h wird elektronisch abgeregelt. Die WLTP-Reichweite liegt bei bis zu 621 Kilometern. Wie mein Alltagstest beim BMW iX3 im Neue Klasse Leasing-Test offengelegt hat, punktet das Fahrzeug vor allem durch die enorme Effizienz der neuen eDrive-Gen6-Technologie.
Plattform-Duell: Welches Lade-Konzept gewinnt den Alltag?
Der direkte Vergleich stellt die grundlegende Strategie von BMW bloß. Der iX5 basiert weiterhin auf einer modifizierten Version der flexiblen CLAR-Plattform, was die Notwendigkeit des gewaltigen Stromspeichers erklärt. Demgegenüber markiert der iX3 den konsequenten Startpunkt der rein elektrischen Architektur. In meiner Analyse zu BMWs Neue Klasse Elektro-Offensive wird klar, weshalb der iX3 trotz geringerer Ladeleistung im Alltag das modernere Gesamtpaket abliefert.
Wer maximale Symbolkraft und Spitzenwerte sucht, greift zum iX5 60 xDrive ab 102.800 Euro. Wer jedoch Effizienz, extrem kurze Ladezeiten und ein modernes Plattform-Layout sucht, bekommt mit dem iX3 40 xDrive das technisch überlegene Fahrzeug.
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