BYD plant 1500 kW Flash Charger Schnellladestationen in Deutschland

BYD Flash Charging
Quelle: BYD
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Das klassische Argument gegen das Elektroauto steht und fällt mit der Zeit an der Zapfsäule. Wer den Verbrenner gewohnt ist, kalkuliert für das Auftanken inklusive Bezahlen selten mehr als fünfzehn Minuten ein. Ein reiner Ladevorgang am Wechselstrom der heimischen Wallbox oder an städtischen Ladesäulen zieht sich dagegen über zwei bis sechs Stunden hin. Selbst heutige Gleichstrom-Schnelllader benötigen für den Zwischenstopp meist eine halbe Stunde und sind in der Fläche noch ungleichmäßig verteilt. Diesen wunden Punkt der Elektromobilität greift der chinesische Automobil- und Batteriehersteller BYD nun mit einer extrem leistungsfähigen Infrastruktur an.

Auf der Automesse in Peking präsentierte der Konzern eine Technologie, die Ladezeiten radikal verkürzen soll. Unter dem Namen Flash Charger entwickeln die Chinesen eine Ladesäule mit einer Spitzenleistung von 1500 Kilowatt. Zum Vergleich: Ein großer Akku mit einer Kapazität von 122 Kilowattstunden lässt sich damit in nur neun Minuten von zehn auf 97 Prozent füllen. Wer es noch eiliger hat, pumpt in fünf Minuten genügend Energie für einen Ladestand von 70 Prozent in die Zellen.

Beim Plug-in-Hybrid der BYD-Edelmarke Denza reicht dieser Stromstoß laut Herstellerangaben für rund 390 Kilometer zusätzliche Reichweite. Möglich wird die enorme Energiezufuhr durch ein System aus zwei stationären Zwischenspeichern, die direkt neben der Säule platziert sind. Diese Pufferbatterien unterstützen das Stromnetz bei der Energieabgabe. Fünf Fahrzeuge können so direkt nacheinander mit voller Geschwindigkeit laden, bevor die Zwischenspeicher erschöpft sind und sich über das normale Netz regenerieren müssen.

Der Rollout dieser Technik soll zügig weltweite Dimensionen annehmen. BYD plant den Aufbau von global 6000 dieser Stationen. Für den europäischen Markt sind in einer ersten Phase 3000 Standorte vorgesehen, wovon der Hersteller rund 300 Schnellladestationen in Deutschland errichten will. Konzernvize Stella Li sieht in der Neuentwicklung den Hebel, um bisherige Skeptiker zum Umstieg zu bewegen. Die Technik zielt exakt auf jene Autofahrer, denen das Laden bisher schlicht zu lange dauerte. Entscheidend wird am Ende sein, wie stabil die lokalen Stromnetze mit den enormen Lastspitzen der Pufferlager umgehen können.

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