Commodore Callback 8020: Digitaler Entzug für stolze 500 Dollar

Commodore sperrt Nutzer für 500 Dollar rigoros von Instagram, TikTok und dem mobilen Internet aus. Das neue Klapphandy Callback 8020 kappt Social Media direkt tief im System. CEO Peri Fractic verkauft diesen drastischen Schritt als Heilmittel gegen die permanente Smartphone-Sucht.
Die Finnen von Jolla liefern dafür ihr privatsphäre-fokussiertes Sailfish OS. Das Betriebssystem verzichtet komplett auf Google-Dienste und greift keine Nutzerdaten ab. Ein Trick erlaubt trotzdem die Nutzung wichtiger Android-Apps wie WhatsApp oder Google Maps.
Nostalgie trifft Nische: Die Callback-Modelle
- BASIC Beige (500 USD): Der klassische PC-Look der 80er. Optisch charmant, preislich für Plastik völlig abgehoben.
- ProtoPET White (500 USD): Sauberes Retro-Weiß. Zielt auf die Puristen ab, kaschiert den dicken Preis kaum.
- SX Silver (500 USD): Wirkt am ehesten wie ein normales Handy aus dem Jahr 2005. Etwas langweilig.
- Starlight Edition (550 USD): Ein transparentes Gehäuse für Technik-Nerds. Sieht cool aus, kostet direkt einen deftigen Aufpreis.
- Founders Edition (640 USD): PVD-Gold und eine Taste aus 24-karätigem Gold. Komplett absurd für ein Gerät, das eigentlich auf Reduktion setzt.
Unter der Haube stecken ein MediaTek-Helio-Chip, 4 GB RAM und ein auf eine Woche ausgelegter 1.550-mAh-Akku. Die Außenhülle informiert über bunte LEDs gezielt über Nachrichten von ausgewählten Kontakten. Der innere 3,25-Zoll-Bildschirm hat zwar Touch-Funktionalität, schaltet diese im Alltag aber stur ab.
Der Markt für reine Kommunikationstelefone existiert längst. Ein simples Nokia 2660 Flip erledigt den Job für knapp 70 Euro genauso gut. Commodore packt lediglich ein paar C64-Spiele, einen starken DAC für Kopfhörer und den Kultnamen obendrauf.
Der größte Haken versteckt sich in der Software-Einrichtung. Wer die beworbene Android-Kompatibilität für Messenger nutzen will, muss das Gerät anfangs zwingend über einen Mac konfigurieren. Das katapultiert das Telefon endgültig ins Regal der unbequemen Bastelprojekte.
Quelle: Commodore
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