Cupra Raval VZ: 175-km/h-Drosselung provoziert Frust

goldener Cupra-Schriftzug mit Logo auf dunkelblauem Hintergrund
Quelle: CUPRA SEAT Deutschland GmbH 2026
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Stramme 226 PS (166 kW), aggressive Optik und ein elektronisches Sperrdifferenzial an der Vorderachse: Wer knapp 39.990 Euro für die VZ-Topversion des kompakten Stromers auf den Tisch legt, erwartet ordentlich Granate auf dem Asphalt. Doch ausgerechnet im Autobahnalltag läuft der spanische Hot-Hatch gegen eine digitale Wand, die für handfesten Frust und gefährliche Missverständnisse sorgt.

Wenn die Vmax-Sperre zum Elefantenrennen führt

Wie der Tech- und Auto-Kanal Car Maniac in einem aktuellen Video demonstriert, schiebt die Fahrzeugsoftware bei exakt 175 km/h (tachoabhängig rund 179 km/h) unerbittlich den Riegel vor. Was in der Theorie nach einer vernünftigen Richtgeschwindigkeit klingt, erweist sich in der Praxis auf unbegrenzten Abschnitten als regelrechter Spießrutenlauf.

Fährt ein Verbrenner auf der linken Spur mit knapp 170 km/h und macht freundlich Platz, zieht sich der Überholvorgang mangels Geschwindigkeitsüberschuss wie Kaugummi in die Länge. Der Cupra Raval VZ hängt in seiner eigenen Drossel fest und kann nicht kurz durchbeschleunigen. Läuft der Platzmachende auf der rechten Spur auf einen Lkw auf, muss er voll in die Eisen steigen. Die Quittung für den Raval-Fahrer: verärgerte Lichthupen im Rückspiegel, weil der Hintermann fehlenden guten Willen statt ein technisches Limit vermutet. Ob man das wirklich braucht? Definitiv nicht.

MEB Small: Warum VAG die Bremse anziehen muss

Hinter der frühen Abriegelung steckt nicht nur reine Vorsicht, sondern die Architektur der MEB-Small-Plattform des Volkswagen-Konzerns. Die hochdrehende E-Maschine treibt über ein einstufiges Reduktionsgetriebe ausschließlich die Vorderachse an. Dauerhaftes Tempo jenseits der 180 km/h würde bei diesem Setup zu enormen thermischen Lasten an Inverter, Motor und dem 52-kWh-NMC-Akkupack führen.

Während ein klassischer Verbrenner-GTI mühelos über 240 km/h rennt, kappt VAG die Spitzenleistung elektronisch, um die Komponenten vor Überhitzung zu schützen und die WLTP-Reichweite nicht im Zeitraffer zu vernichten. Die Diskrepanz zwischen der sportlichen Performance-Optik des Cupra Raval VZ und dem abrupten Leistungsabbruch auf der Überholspur bleibt für andere Verkehrsteilnehmer jedoch völlig unverständlich.

200 km/h wären der ideale Kompromiss

Niemand fordert von einem elektrischen Kleinwagen stundenlange Vollgasorgien. Doch eine kurzzeitige Overboost-Freigabe bis 200 km/h würde das Problem auf einen Schlag lösen. Ein kurzer Tritt aufs Strompedal würde genügen, um zügig vorbeizuziehen und dem Einscherenden das Abbremsen zu ersparen. Das wurde aber auch Zeit, dass dieses Praxisproblem offen adressiert wird – denn preislich ist die starre Abregelung bei knapp 40.000 Euro leider völlig daneben.

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7 Kommentare

  1. fail. facepalm fail. wenn ich mit 300 einen freundlichen 295 kmh Fahrer überhole, wird das ganz alter Kaugummi. ich hoffe, nie wieder in diesen Blog zu stolpern.

  2. Jap, völlig unnötig. Man kann auch ganz gemütlich die 170 hinterher fahren, das man unbedingt überholen muss liegt nur an einem selbst. Was wird nur erst bei nem generellen Tempolimit los sein? ganz entspanntes Fahren? Muss ja keiner mehr Überholen bei 130. ACC rein und gemütlich fahren…

  3. Was für eine Nonsens Diskussion! 175 km/h reichen nicht, aber 200 sollen es richten? Kein Mensch, der sich mit E-Autos auskennt wird Wert auf so nen Quatsch legen, noch dazu mit so einem kleinen Akku wie im Raval! Getoppt wird dieser Blödsinn nur noch durch simulierte Gangwechsel und Fake-Motorensound! Das alles braucht man nicht. Und wenn Ihr mal beim fahren die Augen aufmacht – mit Tempo 130 ist man heutzutage auf der Autobahn nicht mehr der langsamste!

  4. Das passiert bei 180km/h, bei 200km/h und auch bei 220km/h täglich auf der Autobahn.

    Ein Instagram Kommentar hat es passend beschrieben: „Viel geredet, nichts gesagt. Krasses Phänomen!“

  5. Mit Verlaub, Herr Schmidt,
    aber dieser Beitrag ist ja wohl völliger Unsinn!
    Wer bei Tempo 170 auf der Autobahn ein Überholrennen fährt, sollte sich mal ganz andere Gedanken machen.
    Mit meinem ID.3 Pro Performance (Vmax 164) hatte ich nie dieses von Ihnen beschriebene Problem, auch meinen ID.3 GTX Performance (Vmax 200) habe ich bisher noch nicht über 180 gefahren, auch wenn er es könnte (326 PS/240kW).
    175 km/h ist eine völlig ausreichende Vmax, selbst alle Volvos, die in den letzten 10 Jahren oder so auf den Markt gekommen sind, fahren nicht schneller als 180.
    Und dann muss halt jemand, der noch schneller rasen will, eben mal ein paar Sekunden warten.

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