Elroq und Enyaq Update: Skoda bringt neue LFP-Akkus für die Basismodelle

Skoda überarbeitet seine beiden Elektro-Bestseller Elroq und Enyaq für das kommende Modelljahr. Das geplante Sommer-Update bringt frische Antriebstechnik in die Einstiegsmodelle und löst endlich ein großes Problem für Gespannfahrer. Die Tschechen spendieren den Fahrzeugen mit der großen 85er-Batterie eine massiv erhöhte Anhängelast. Der kompakte Elroq darf in allen großen Batterievarianten künftig satte 1.800 Kilogramm an den Haken nehmen. Der größere Enyaq zieht sogar glatte zwei Tonnen. Das sportliche Topmodell Enyaq RS markiert mit 2.200 Kilogramm Zugkraft den aktuellen Spitzenwert der gesamten VW-Konzernplattform MEB.
Unter der Haube der Basismodelle Elroq 60 und Enyaq 60 vollzieht sich ein wichtiger Technologiewechsel. Skoda verabschiedet sich hier von den klassischen Zellen und nutzt künftig robuste LFP-Akkus. Diese Technik verzeiht häufiges Laden auf hundert Prozent deutlich besser. Die nutzbare Kapazität bleibt bei 58 kWh. Die Ladeleistung erreicht an der Schnellladesäule maximal 105 kW. Ein Ladevorgang von zehn auf achtzig Prozent dauert somit rund 26 Minuten. Ein neuer, effizienterer Elektromotor mit 140 kW Leistung bringt die Fahrzeuge in rund achteinhalb Sekunden auf Landstraßentempo. Bei 160 km/h greift der elektronische Begrenzer ein.
Im Innenraum wartet eine kleine Enttäuschung auf bisherige Besitzer. Skoda integriert ein völlig neues Infotainmentsystem auf Android-Basis mit überarbeiteter Menüführung und besserer Personalisierung. Dieses System läuft jedoch ausschließlich auf frisch produzierten Neuwagen. Ein nachträgliches Software-Update für ältere Fahrzeuge schließt der Hersteller kategorisch aus. Das neue System integriert den hauseigenen Ladeservice Powerpass nun direkt in die Navigation und zeigt sofort die aktuellen Preise der Ladesäulen an.
Die Ausstattungsliste wächst um einige äußerst nützliche Alltagsfunktionen. Ein kleiner Frunk unter der vorderen Motorhaube schluckt künftig das nasse Ladekabel. Das lästige Verstauen im vollen Kofferraum entfällt damit komplett. Die neue Vehicle-to-Load-Funktion verwandelt das Auto in eine riesige Powerbank. Nutzer versorgen externe Geräte über einen Adapter direkt mit dem Strom der großen Antriebsbatterie. Neue Radarsensoren überwachen zudem unübersichtliche Kreuzungen und eine Innenraumkamera warnt bei Ablenkung des Fahrers.
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