Eskalation in Grünheide: IG Metall zeigt Tesla-Werksleiter Thierig an

André Thierig kassiert eine Strafanzeige wegen übler Nachrede. Die IG Metall reagiert damit auf die jüngsten Ereignisse im Tesla-Werk Grünheide. Der Konflikt zwischen der Gewerkschaft und der Werksleitung erreichte letzte Woche eine neue Stufe der Härte. Tesla-Chef Thierig rief die Polizei, weil ein Gewerkschaftsmitglied Gespräche heimlich mit einem Laptop aufgezeichnet haben soll. Die betroffene Person bestreitet die Vorwürfe und bot den Beamten bereits an, das Gerät zur Klärung vor Ort zu entsperren.
Die Gewerkschaft sieht in Thierigs Vorgehen einen aggressiven Angriff auf die Mitbestimmung und die allgemeine Gewerkschaftsarbeit. Mit der Anzeige wollen die Arbeitnehmervertreter unterbinden, dass die Werksleitung weiterhin falsche Tatsachen im Betrieb verbreitet. Tesla versucht seit Längerem, den Einfluss der IG Metall einzuschränken. Thierig nutzte in der Vergangenheit sogar Konzerte auf dem Werksgelände, um die Belegschaft gegen eine gewerkschaftliche Organisation einzustimmen.
Derzeit prüfen die Ermittlungsbehörden den Inhalt des sichergestellten Laptops. Die IG Metall kündigte an, sich mit allen juristischen Mitteln gegen die Bekämpfung ihrer Arbeit zur Wehr zu setzen. Der Streit in Brandenburg zeigt deutlich, wie angespannt das Verhältnis zwischen Elon Musks Unternehmen und deutschen Arbeitnehmervertretern bleibt.
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