Europa kauft elektrisch: Tesla-Zulassungen explodieren um 152 Prozent

komplette Tesla Modellpalette von 2024 nebeneinander
Quelle: Tesla, Inc.
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Tesla verzeichnete im Mai 21.767 Neuzulassungen in Europa. Diese Zahl bedeutet ein Wachstum von 152 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der US-Hersteller kontrolliert damit acht Prozent des europäischen Gesamtmarktes für reine Elektroautos (BEV).

Die Europäische Union meldet insgesamt 203.417 neu zugelassene Batterie-Elektroautos. Der Elektromarkt wuchs um 42,9 Prozent. Der klassische Pkw-Gesamtmarkt legte parallel nur um 3,2 Prozent zu.

Schein-Elektrifizierung sichert die Flottenziele

Hybridfahrzeuge (HEV) ergatterten im Mai einen Marktanteil von 37,8 Prozent. Der Branchenverband ACEA wirft in dieser Statistik alle Elektrifizierungsgrade zusammen. Die Hersteller nutzen diese Unschärfe gezielt aus.

Ein Großteil dieser Fahrzeuge nutzt lediglich ein 48-Volt-Bordnetz mit einem Riemen-Startergenerator (RSG). Diese Verbrenner besitzen keine rein elektrische Reichweite nach dem WLTP-Zyklus. Die Technologie dient primär der rechnerischen Senkung der CO2-Flottenziele zur Vermeidung von EU-Strafzahlungen. Der echte Verbrenner-Anteil liegt real weit über den offiziell ausgewiesenen 30,1 Prozent für reine Benziner und Diesel.

Das Länder-Ranking im Härte-Test

  • Deutschland: Das Kraftfahrt-Bundesamt registrierte 59.969 neue Elektroautos. Der Markt legte um 39,3 Prozent zu. Günstige Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP-Batterien) stabilisieren das Einstiegssegment. Konstante Nachfrage. Keine Einbrüche.
  • Frankreich: Die Behörden meldeten 37.412 Neuzulassungen. Ein Zuwachs von 93 Prozent resultiert aus dem staatlichen Kreditleasing für Geringverdiener. Subventionen steuern den Markt. Lokale Marken profitieren.
  • Dänemark: Der Markt meldet 15.020 neue BEV. Das entspricht einem Plus von 37,3 Prozent. Die dichte High-Power-Charging-Infrastruktur (HPC) eliminiert die Reichweitenangst. Perfektes Ladenetz. Hohe Akzeptanz.
  • Italien: Die Zulassungen stiegen um 86,5 Prozent auf 13.274 Einheiten. Steuererleichterungen zünden verzögert. Südeuropa holt auf.
  • Niederlande: Die Analysten verzeichneten 12.363 Einheiten. Ein minimales Plus von 4,9 Prozent stoppt den freien Fall. Das bisherige Gesamtjahr bleibt wegen veränderter Dienstwagenbesteuerung mit minus 9,7 Prozent rückläufig. Harter Dämpfer.

Tesla deklassiert die europäische Konkurrenz durch vertikale Lieferketten und aggressive Preisnachlässe. Die Gigafactory Berlin-Brandenburg sichert kurze Lieferzeiten. Das laufende Kalenderjahr verbucht bis Ende Mai bereits 89.180 Tesla-Neuzulassungen in Europa.

Traditionelle Volumenhersteller kämpfen mit Verzögerungen bei ihren neuen Software-Architekturen. Volkswagen und Stellantis verlieren Marktanteile auf den eigenen Heimatmärkten. Die Grenze von einer Million zugelassenen Elektroautos in der EU fällt im Juni.


Quelle: acea.auto

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