Warum Samsungs neues Galaxy Z Fold 8 die weiße Fahne vor Apple ist

Jahrelang hat uns Samsung erzählt, dass die schmale, fernbedienungsartige Form der Galaxy Folds das einzig Wahre für den Alltag sei. Mit dem neuesten Leak zum Galaxy Z Fold 8 bricht diese Philosophie krachend in sich zusammen, denn die Koreaner werfen das alte Design über Bord – nur weil im September das erste faltbare iPhone droht.
Das Ende der klobigen Fernbedienung
Der aktuelle Leak zeigt, dass das normale Galaxy Z Fold 8 auffällig kurz und breit wird. Ein Außendisplay mit einem 16:10-Format bei 5,5 Zoll erinnert fast an die klassischen Smartphones von vor zehn Jahren und ist im Alltag wichtiger als gedacht. Wenn man das Gerät aufklappt, landet man direkt im Querformat auf einem 7,6 Zoll großen 4:3-Bildschirm. Das ist logisch, beendet aber das jahrzehntelange Marketing-Mantra von Samsung.
Diät auf Kosten der Ladegeschwindigkeit
Besonders spannend ist das Gewicht. Mit rund 200 Gramm speckt das Foldable massiv ab und unterbietet sogar das letztjährige Fold 7 spürbar. Zusammengeklappt ist es nur noch 9,7 Millimeter dünn. Das klingt nach einem Traum für die Hosentasche, hat aber eine unschöne Kehrseite. Zwar wächst der Akku auf 4.800 mAh, aber Samsung verbaut weiterhin eine lahme Ladegeschwindigkeit von mickrigen 25 Watt. In einer Welt, in der die chinesische Konkurrenz in Minuten vollzieht, was hier über eine Stunde dauert, ist das ein echter Haken.
Die künstliche Spaltung der Fold-Klasse
Samsung kopiert nicht nur Apples Formfaktor-Idee, sondern auch deren Preispolitik. Das normale Fold 8 wird abgespeckt, um preislich gegen das kommende iPhone Ultra zu bestehen, während Premium-Features wie der S-Pen wohl dem teureren Fold 8 Ultra vorbehalten bleiben. Als Antrieb dient zwar der bärenstarke Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy, den wir schon aus dem S26 Ultra kennen, gepaart mit 12 GB RAM. Doch wer das Maximum will, wird von Samsung dieses Jahr gezwungen, tiefer in die Tasche zu greifen. Die Vorstellung am 22. Juli wird zeigen, ob dieser Kompromiss die Nutzer überzeugt oder eher verärgert.
Der panische Wettlauf gegen das unsichtbare Apple-Foldable
Der radikale Schwenk beim Formfaktor zeigt ein Phänomen der Tech-Branche: Antizipatorischer Gehorsam gegenüber Apple. Obwohl Cupertino noch kein faltbares Gerät auf dem Markt hat, wirft der Schatten des erwarteten iPhone Ultra die Produktplanung in Seoul komplett über den Haufen. Samsung spaltet seine wichtigste Premium-Reihe auf, um einerseits ein dünneres, breiteres und günstigeres Einstiegsmodell zu bieten und andererseits das Fold 8 Ultra als Statussymbol zu positionieren.
Wirtschaftlich ist das riskant, da es die eigene Pionierarbeit entwertet. Es zeigt der Kundschaft, dass die bisherige Designsprache langfristig nicht gegen die Strahlkraft einer iPhone-Konkurrenz bestehen kann. Wer jahrelang das schmale Display verteidigt hat, steht nun vor einem Wendepunkt, der rein marktpolitisch getrieben ist.
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