Google: Android-Backup kostet jetzt echten Speicherplatz – meine bittere Erfahrung nach 8 Jahren

Ich habe gestern Abend mein neues Pixel eingerichtet und plötzlich war er da: der rote Balken im Google-Speicher. 40 Megabyte weg, einfach so. Jahrelang hat Google das Android-Backup still und heimlich gratis mitgeschleppt. Jetzt ist Schluss damit. Seit dieser Woche wird alles – App-Daten, Einstellungen, SMS, Anruflisten – auf dein Google-One-Konto angerechnet.
Das ist keine kleine technische Anpassung. Das ist ein weiterer Schritt, wie Google seine Cloud langsam aber sicher monetarisiert. Und ich bin ehrlich: Es nervt.
Ich wechsele seit 2016 regelmäßig Android-Smartphones. Das Backup war immer das eine Feature, das mir den Umzug erleichtert hat. Apps landen wieder da, wo sie hingehören, WhatsApp-Chats sind da, sogar die Homescreen-Anordnung. Früher hat Google diesen Komfort einfach so finanziert. Medien liefen eh über Fotos, der Rest war „gratis“. Jetzt nicht mehr.
Warum mich das richtig ärgert
Seit dieser Woche zieht Google die vollen Backup-Daten vom verfügbaren Speicher deines Google-Kontos ab. Laut Google sind das im Schnitt rund 40 MB pro Gerät.
400 Petabyte – die wahre Dimension hinter den 40 MB
Rechne ich das nur grob auf die über 10 Milliarden aktiven Android-Geräte hoch, kommen wir auf 400 Petabyte – also 400.000 Terabyte – allein für diese „harmlosen“ Backups. Das ist eine Dimension, die selbst Google nicht mehr aus reiner Nächstenliebe stemmen will.
Bei einem Handy ist das oft noch verschmerzbar. Bei zwei oder drei aktiven Geräten, plus großen Chat-Verläufen oder speicherhungrigen Apps, wird es schnell eng.
Ich habe es selbst überprüft: Mein Backup eines Samsung-Geräts mit vielen installierten Apps liegt aktuell bei 68 MB. Das ist kein Drama für jemanden mit 200 GB Google One. Aber für die vielen Nutzer mit dem kostenlosen 15-GB-Tarif kann das der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Der schleichende Ruin des Gratis-Tarifs
Google verwandelt ehemalige Gratis-Features systematisch in Umsatzquellen. Die KI-Kosten explodieren. Gemini und Co. brauchen Unmengen an Rechenpower und Speicher. Gleichzeitig schieben Milliarden Geräte regelmäßig Backups in die Cloud. Irgendwann rechnet sich der Altruismus nicht mehr.
Das kalkulierte Ende der 15-Gigabyte-Freiheit
Das ist kein Einzelfall, sondern Teil einer größeren Strategie. Google steht unter enormem Druck, profitabel zu bleiben. Das Android-Ökosystem mit seinen Milliarden Geräten ist dafür die perfekte Cash-Cow. Erst kostenlos locken, dann schrittweise monetarisieren.
Die Kehrseite: Das Vertrauen der Nutzer leidet. Viele fühlen sich langsam von der „kostenlosen“ Google-Welt verarscht. Apple macht mit iCloud schon länger kein Geheimnis daraus, dass Backups Geld kosten sollen. Google zieht jetzt einfach nach.
Und hier mein ultimativer Alltags-Tipp: Ich habe direkt ein paar Apps vom Backup ausgeschlossen und sofort 25 MB zurückbekommen. Geht ganz einfach in den Einstellungen unter „Google“ → „Sichern“. Besonders bei großen Apps wie WhatsApp, Telegram oder bestimmten Spielen lohnt sich das wirklich.
Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen
Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Kritik am Artikel: Falsche Zahlen, falsche Tipps, echtes Problem übersehen
Der Rechenfehler (Faktor 1.000):
10 Milliarden Geräte $\times$ 40 MB sind 400 Terabyte, nicht 400 Petabyte. Für Google ist das ein technischer Rundungsfehler. Es geht hier nicht um überlastete Server, sondern um den Zwang zum Google-One-Abo.
Irreführender Tipp:
Das Deaktivieren von WhatsApp und Telegram im Android-Backup spart kaum Platz. Telegram läuft komplett über eigene Server; WhatsApp nutzt eine eigene, separate Drive-Schnittstelle für seine riesigen Medien-Backups.
Das eigentliche Problem:
Der Artikel regt sich über 40 MB auf, ignoriert aber, dass das Google-Backup seit Jahren so gut wie gar nichts richtig sichert. Da Entwickler die Sicherung blockieren können, steht man beim neuen Handy meistens vor leeren Apps und muss sich überall neu einloggen.
Fazit: Der wahre Skandal ist nicht, dass Google das Backup nun anrechnet, sondern dass Nutzer jetzt für ein unzuverlässiges, lückenhaftes System bezahlen sollen.
Hallo Jörn
Entweder du hast dich mit dem GB / MB Werten vertan, oder du speicherst wirklich kaum Daten auf deinem Handy.
Ja gut, aber dann ist Apple ja (wieder mal) auch nicht besser! Und ich hab noch nie gehört, dass das für jemanden ein entscheidendes Kaufkriterium war! so ist es dann (leider) halt!