Honor Magic 9: Was soll dieser Quatsch mit dem abnehmbaren Zweitdisplay?

Leak eines orange-farbenen Honor Magic 9 mit Triple-Kamera
Quelle: X/Twitter @RODENT950
Verpasse keine News, folge mir auf WhatsApp, Mastodon oder Google News

Honor plant für Oktober das neue Flaggschiff. Anstatt einfach nur bessere Kameras abzuliefern, experimentieren die Entwickler laut dem bekannten Leaker DigitalChatStation an einem magnetischen Mini-Bildschirm für die Rückseite. Klingt im ersten Moment absurd. Im Alltag könnte diese Spielerei schnell nerven – oder überraschend nützlich werden, wenn man das Smartphone nicht für jede Kleinigkeit entsperren will.

Alte Idee im magnetischen Gewand

Hier wird kein Rad neu erfunden. Schon das Meizu Pro 7 oder das uralte YotaPhone experimentierten mit Displays auf der Rückseite, um Benachrichtigungen anzuzeigen. Ein alter Hut.

Xiaomi rollte das Thema dieses Jahr beim Xiaomi 17 Pro mit einem zweiten Display neu auf. Die Chinesen verpassten dem Top-Modell einen extra Bildschirm für die Hosentasche. Ein Brocken.

Das Ding von Honor soll magnetisch andocken. Laut den Leaks dient der kreisrunde Mini-Bildschirm, der optisch an Apples AirTag erinnert, primär als Kontrollfeld für KI-Foto-Tools und kleine Widgets. Reine Spielerei. Für mich stellt sich sofort die Frage nach dem echten Nutzwert im Alltag. Eine mutige Ansage an die Konkurrenz ist es allemal, da sich die meisten Hersteller kaum noch an exzentrische Design-Experimente wagen.

Der Haken an der magnetischen Rückseite

Jede Medaille hat eine Kehrseite. Ein zusätzliches Display, das man abnehmen kann, muss irgendwo Strom herbekommen und geladen werden. Verlustgefahr? Riesig. Für mich zählt im Alltag nur, wie schnell und reibungslos ein Gerät funktioniert, ohne dass ich ständig Angst haben muss, ein loses Zubehörteil zu verlieren. Fliegt das Teil in der Hosentasche ab, war es das mit dem cleveren Feature. Pustekuchen.

Trotzdem bleibt der Ansatz spannend. Die Idee, Widgets und Benachrichtigungen auszulagern, ohne das stromhungrige Hauptdisplay anzuwerfen, ist logisch. Honor probiert hier etwas, das Apple und Samsung seit Jahren verweigern: echte optische Innovation im Premium-Segment. Ob das reicht, um Käufer zu überzeugen, zeigt sich im Oktober bei der Vorstellung der Honor Magic 9-Serie.

Die Jagd nach dem nächsten Formfaktor

Hersteller stecken in einer Design-Sackgasse fest, weil klassische Barren-Smartphones technisch weitgehend ausgereizt sind. Die Integration von abnehmbaren oder magnetischen Modulen zeigt den Versuch der Industrie, neue Zubehör-Ökosysteme zu etablieren und die Margen über den reinen Gerätepreis hinaus zu steigern. Echte Differenzierung läuft im Jahr 2026 fast nur noch über exzentrische Hardware-Gimmicks und exklusive KI-Verknüpfungen.

Wirtschaftlich bleibt das ein riskantes Manöver, da die Produktionskosten für ein separates Mini-Display die Lieferketten belasten. Honor nutzt die Magic-Reihe als Prestige-Objekt, um technologische Dominanz gegenüber Xiaomi zu demonstrieren, selbst wenn die breite Masse am Ende doch zum klassischen Gehäuse greift.

Google bevorzugte Quelle Schmidtis Blog Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen

Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert