Samsung: Der Exynos-Rauswurf bei der Galaxy Watch 9 hat einen verdammt teuren Haken

offizielle Renderbilder der kommenden Samsung Galaxy Watch 9 und Galaxy Watch Ultra 2
Quelle: AndroidHeadlines
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Samsung wirft seine eigenen Exynos-Prozessoren aus den neuen Smartwatches und kauft stattdessen bei Qualcomm ein. Das ist eine knallharte Ansage an die Konkurrenz, bedeutet für uns Käufer im Alltag aber vor allem eines: Wir müssen für die Galaxy Watch 9 und die Watch Ultra 2 deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Jahrelang hat Samsung versucht, die eigenen Wearable-Chips durchzudrücken. Jetzt folgt die radikale Wende. Der Qualcomm Snapdragon Wear Elite übernimmt ab sofort das Ruder. Gefertigt im modernen 3-Nanometer-Verfahren, bestückt mit fünf Kernen. Ich kenne die alten Exynos-Modelle aus meinen Tests zur Genüge. Die Effizienz war oft ein Trauerspiel. Qualcomm könnte hier im Alltag wichtiger als gedacht werden, vor allem beim Akkuverbrauch im Standby.

Der 800-mAh-Brocken und das Akku-Dilemma

Beim Gehäuse bleibt vieles beim Alten. Zumindest, wenn man auf die Displays der Standardmodelle schaut. Spannend wird es beim Akku. Während die kleine 40-mm-Variante der Watch 9 bei mageren 325 mAh stagniert, pumpt Samsung die Galaxy Watch Ultra 2 auf fette 800 mAh auf. Der Vorgänger musste noch mit 590 mAh auskommen. Das robuste Titan-Gehäuse der Ultra ist bis 100 Meter wasserdicht, während die normalen Alu-Modelle schlicht bei 5 ATM verharren.

Bluetooth 6.0 und Dual-Band-WLAN sind zwar nett, reißen mich aber nicht vom Hocker. Am Ende läuft auf den Uhren auch nur Wear OS 9.0 mit der bekannten Samsung-Oberfläche. Der eigentliche Haken zeigt sich ohnehin an der Kasse.

Mehr Leistung kostet ordentlich Asche

Die Kehrseite der Medaille sehen wir ungefiltert auf dem Preisschild. Unter 409 Euro geht bei der Galaxy Watch 9 überhaupt nichts mehr. Das größere Modell startet sogar erst ab 439 Euro. Völlig absurd wird es bei der Galaxy Watch Ultra 2. Satte 749 Euro ruft Samsung für das Topmodell auf.

Qualcomm-Chips und Titan-Gehäuse hin oder her – das ist ein heftiger Aufpreis für ein Gadget, das nach zwei oder drei Jahren ohnehin zum alten Eisen gehört. Ob der neue Chip diesen brutalen Preissprung wirklich rechtfertigt, muss der Test auf meiner Laufstrecke erst noch beweisen.

Warum Samsungs Chip-Kapitulation ein Alarmsignal ist

Dass Samsung bei seinen Vorzeigeprodukten den eigenen Prozessor streicht, zeigt ein tiefes Problem in der eigenen Halbleitersparte. Die 3-Nanometer-Fertigung von Samsung Foundry kämpft seit längerem mit der Effizienz und den Ausschussraten. TSMC, wo Qualcomm fertigen lässt, hat hier die Nase meilenweit vorn.

Für Samsung ist dieser Schritt ein schmerzhafter Kompromiss. Man rettet die Performance und die Akkulaufzeit der eigenen Uhren, beschädigt aber das Image der eigenen Chip-Marke nachhaltig. Wer soll noch Vertrauen in Exynos-Prozessoren haben, wenn nicht einmal der eigene Mutterkonzern sie in seinen Premium-Wearables verbaut?

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Ein Kommentar

  1. „Jahrelang hat Samsung versucht, die eigenen Wearable-Chips durchzudrücken“

    was heisst denn „versucht“ und „durchzudrücken“?
    Samsung hat 8 Jahre lang von der Galaxy watch 1 bis zur 8 Exynos Prozessoren eingebaut.
    So ein Geschreibsel hier.

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