Volkswagen ID. Polo: Die 25.000-Euro-Grenze fällt endlich

Frontansicht eines blauen VW ID. Polo
Quelle: Volkswagen AG
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Volkswagen hat sich beim elektrischen Polo monatelang hinter gierigen Preisen versteckt. Wer das Ding im Konfigurator anklickte, landete bisher schnell bei über 33.000 Euro – ein schlechter Scherz für einen elektrischen Kleinwagen. Ab Mitte Juli 2026 bricht Wolfsburg das Tabu und schiebt endlich die nackte Basisversion nach, die den Massenmarkt retten soll.

Schlichte Basis oder karge Sparkiste?

Der Einstieg hört auf den Namen „Trend“ und startet bei genau 24.995 Euro. Ab nächster Woche öffnet VW das Bestellbuch. Dafür gibt es eine schrumpfende Batterie. Statt der dicken 52 kWh Energie im Akku der teureren Versionen steckt in der Basis ein kleinerer LFP-Akku mit 37 kWh Kapazität. Das reicht auf dem Papier für knapp 300 Kilometer Reichweite. Im harten Winter oder bei zügiger Autobahnfahrt schrumpft das im Alltag schneller zusammen, als einem lieb ist.

Die Kehrseite des Schnäppchen-Preises

Der Haken liegt im Detail. Während die teureren Versionen ordentlich anschieben, drosselt VW die Basis spürbar auf 99 kW Leistung. Auch beim Laden an der Säule gibt es einen Kompromiss. Statt 105 kW sind nur noch maximal 90 kW Ladeleistung drin. Das ist keine Tragödie, aber wer oft Strecke macht, merkt jede Minute. Am Ende zählt schließlich nur, wie schnell man wieder auf der Piste ist. VW verbaut im Innenraum zum Glück echte, haptische Tasten statt der nervigen Touch-Flächen alter ID-Tage – eine längst überfällige Ansage.

Der Milliarden-Poker gegen China

Volkswagen steht mit dem Rücken zur Wand. Das zweite Halbjahr 2026 muss die Zulassungszahlen retten, denn die Konkurrenz aus Fernost schläft nicht. Marken wie BYD oder MG drücken mit Macht in das europäische B-Segment und bieten oft mehr Ausstattung fürs gleiche Geld.

Der ID. Polo ist für Wolfsburg das wichtigste Auto des Jahres, um die eigenen Werke auszulasten und Strafzahlungen in Brüssel zu umgehen. Ab 2027 rollt die nächste Welle an günstigen Konkurrenten an. Wenn VW den Hochlauf der MEB+-Plattform jetzt nicht über den Preis erzwingt, verliert die Marke den Anschluss im Massengeschäft komplett.

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