Google erzwingt das Aus für uBlock Origin: Die letzten Chrome-Tricks sterben

uBlock Origin Logo auf weißem Hintergrund
Quelle: Raymond Hill
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Google streicht mit Chromium 150 heimlich die letzten rettenden Code-Zeilen für Werbeblocker. Wer uBlock Origin in Chrome bisher über Registry-Tricks am Leben hielt, starrt ab sofort auf ungeschützte Webseiten.

Mit Chromium 151 fliegen auch die restlichen Ausnahmen für Manifest V2 aus dem System. Das alte Modell webRequest stirbt endgültig. Google zwingt alle Erweiterungen auf die deutlich schwächere declarativeNetRequest-API.

Der Konzern verkauft diesen Schnitt gern als Gewinn für die Sicherheit. Faktisch blockiert Google damit gezielt die dynamischen Filterregeln echter Adblocker.

Welche Browser deine Ruhe im Netz retten

  • uBlock Origin Lite (Chrome): Ein schwacher Trostpreis von Google. Die vorgegebenen Filter stoßen schnell an harte Limits. Ohne dynamische Regeln siehst du wieder mehr Werbung.
  • Mozilla Firefox: Der klare Sieger dieses Dramas. Mozilla behält die alte webRequest-Schnittstelle ganz bewusst im Code. Hier filtert uBlock Origin ohne jeden Kompromiss weiter.
  • Brave: Die pragmatische Chromium-Alternative. Die Entwickler ignorieren Googles Vorgaben schlichtweg. Sie pflanzen den Code für uBlock Origin direkt in ihren eigenen Browser ein.
  • Opera: Verspricht einen möglichst langen Support für die alten Schnittstellen. Ob kleine Teams dauerhaft gegen Googles Engine-Entscheidungen ankämpfen können, ist fraglich.
  • Microsoft Edge: Schiebt das Problem lautlos vor sich her. Microsoft nennt keinen konkreten Termin für das Aus der Werbeblocker. Eine verlässliche Basis für entspanntes Surfen fehlt hier völlig.

Im echten Alltag spürst du diesen Technik-Wechsel sofort. Die Lite-Version vergisst nervige Pop-ups oder übersieht komplexe Werbebanner komplett. Google verdient Milliarden mit Anzeigen und kappt passgenau die Werkzeuge, die genau dieses Geschäftsmodell stören.

Du hast jetzt eine simple Wahl. Entweder erträgst du den kastrierten Blocker in Chrome und klickst regelmäßig Banner weg. Oder du packst deine Lesezeichen und ziehst direkt zu Firefox oder Brave um.


Quelle: heise.de

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