BYD Qin Max: Dieser Preis zerlegt das Tesla Model 3

Seitenansicht des BYD Qin Max EV
Quelle: BYD
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Da reibt man sich erst einmal ungläubig die Augen: BYD bringt mit dem Qin Max eine rein elektrische Mittelklasse-Limousine auf die Straße, die mit 4,87 Metern Länge und 2,82 Metern Radstand haargenau im Revier des Tesla Model 3 wildert. Der eigentliche Knall folgt aber beim Blick auf das Preisschild im Heimatmarkt China.

Umgerechnet gerade einmal rund 14.300 Euro ruft der chinesische Branchenprimus für den Basis-Stromer auf, während der Plug-in-Hybrid sogar schon ab 13.000 Euro startet. Zum Vergleich: Für das günstigste Model 3 mit Heckantrieb wird dort mehr als das Doppelte fällig. Wir reden hier nicht mehr über einen zaghaften Preiskampf, das ist ein Frontalangriff mit der Abrissbirne.

Fünf Minuten Ladezeit: Schluss mit Kaffeepausen am Schnelllader

Wer jetzt denkt, dass BYD für diesen Schleuderpreis uralte Restposten aus dem Regal gekramt hat, irrt gewaltig. Im Unterboden steckt die brandneue Blade Battery 2.0, die an entsprechend potenten Ladesäulen absurde Ladezeiten ermöglicht. Der Ladehub von 10 auf 70 Prozent soll in gerade einmal 5 Minuten über die Bühne gehen.

Selbst wer den Akku bis 97 Prozent vollquetschen will, steht laut Datenblatt lächerliche neun Minuten an der Säule. Damit rückt der Ladestopp endlich in zeitliche Reichweite eines gewöhnlichen Tankstellenbesuchs. Bei der Leistung haben Käufer die Wahl zwischen vernünftigen 160 PS oder flotten 321 PS, während die maximale Reichweite nach dem optimistischen CLTC-Zyklus bei bis zu 630 Kilometern liegt.

Technische DatenBYD Qin Max EVTesla Model 3 RWD
Einstiegspreis (China)ca. 16.500 USDca. 35.000 USD
Abmessungen (Länge / Radstand)4.866 mm / 2.820 mm4.720 mm / 2.875 mm
Schnellladung (10–70 %)ca. 5 Minutenca. 18 Minuten
Leistung (Peak)120 kW (160 PS) / 240 kW (321 PS)208 kW (283 PS)
Reichweite (CLTC)bis zu 630 km634 km
SensorikDach-LiDAR serienmäßigReines Kamera-System (Vision Only)

Oberklasse-Technik zum Dumpingtarif: LiDAR auf dem Dach

Auch im Innenraum serviert BYD keine Sparbrötchen. Neben dem obligatorischen, drehbaren 15,6-Zoll-Touchscreen und einem 8,8-Zoll-Tachodisplay verbaut der Hersteller serienmäßig ein vollumfängliches Fahrassistenzsystem inklusive LiDAR-Sensor auf dem Dach. Während Tesla weiterhin stur auf reine Kamerabilder setzt, packt BYD Laser-Radartechnik ins absolute Budget-Segment.

Einziger Haken an der Sache ist das interne Verwirrspiel des Herstellers. Mit dem Seal 06 stellt BYD zeitgleich ein nahezu baugleiches Schwestermodell mit identischen Maßen und Preisen ins Schaufenster. Warum man zwei eigene Modellreihen derart gegeneinander antreten lässt, bleibt ein Rätsel der chinesischen Konzernstrategie. Uns als Kunden kann dieser interne Preiskampf am Ende aber nur recht sein.

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