Google Pixel 11: 1.000 Euro für alten Wein in neuen Schläuchen?
Kurz vor der offiziellen Enthüllung Mitte August ist die Katze beim Google Pixel 11 komplett aus dem Sack. Wer gehofft hatte, Mountain View brennt zum zehnjährigen Pixel-Jubiläum ein echtes Innovationstfeuerwerk ab, schaut ziemlich in die Röhre. Im Grunde kriegen wir das Gehäuse des Vorgängers aufgewärmt – nur eben mit einem saftigen 999-Euro-Preisschild für die Basisversion.
Drinnen steckt der neue Tensor G6, gepaart mit 8 oder 12 GB RAM und bis zu 512 GB Speicher. Liest sich vollkommen solide, löst anno 2026 aber keine Freudentänze mehr aus. Klar, die RAM- und Speicherpreise ziehen der Branche gerade ordentlich die Schuhe aus, aber knapp 1.000 Euro für 256 GB Einstieg sind trotzdem ein verdammt steiler Bissen.
Gleiche Maße, Kamerascheinwerfer: War’s das schon?
Optisch herrscht absolute Stillstandsverwaltung: 152,8 x 72 x 8,5 Millimeter. Das sind millimetergenau die Maße des Pixel 10. Einzige echte Spielerei an der Kiste ist das neue „Pixel Glow“ auf der Kameraleiste – ein optischer Leuchteffekt für Benachrichtigungen. Ganz nett anzusehen, aber weit entfernt von einem echten Kaufargument.
Immerhin wächst der Akku leicht auf 4.840 mAh. Zusammen mit dem bekannten 6,3-Zoll-LTPO-AMOLED (1080×2424 Pixel, bis zu 2200 Nits) dürfte das zumindest für entspannte Laufzeiten sorgen. Wer auf optische Veränderung gehofft hat, muss sich also an den neuen Farben wie Light Sterling, Midnight Haze, Fuchsia oder Moss festhalten.
Launch am 13. August: Warum sich Warten auszahlt
Die Vorstellung steigt hierzulande in der Nacht auf den 13. August, der Verkaufsstart folgt voraussichtlich am 20. August. Ob die Kundschaft bereit ist, für so wenig sichtbaren Fortschritt glatt tausend Euro auf den Tisch zu legen? Ich habe da meine Zweifel. Zumal Marktanalysen (u. a. von Morgan Stanley) regelmäßig zeigen, wie schnell die Straßenpreise bei Google-Hardware nach wenigen Wochen in den Keller rauschen.
Wer am ersten Tag zuschlägt, verbrennt vermutlich schlichtweg Geld. Wenn Google softwareseitig nicht noch ein echtes KI-Kaninchen aus dem Hut zaubert, lohnt sich das Pixel 11 erst im Herbst, sobald der Markt den Preis auf ein erträgliches Niveau korrigiert hat.
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Google hat mir Spark ein echtes ki Kaninchen im Hut. aber auch schon gesagt dass wir es in Europa zwar bezahlen dürfen, aber nicht nutzen. — also als jemand der sich schon Geld dafür zur Seite gelegt hat: Nö, diesmal nicht.