Samsungs 8-Flaggschiff-Verzweiflung: Macht die Modellschwemme 2027 Apple wirklich Angst?

Gerüchte aus Südkorea deuten darauf hin, dass Samsung für 2027 eine drastische Kurskorrektur plant. Statt wie bisher fünf Top-Geräte über das Jahr zu verteilen, steht laut Branchenberichten eine aggressive „4+4“-Strategie im Raum.
Acht absolute High-End-Smartphones in nur zwölf Monaten – das riecht verdammt nach Torschusspanik. Apple feiert 2027 das 20-jährige iPhone-Jubiläum, und Samsung versucht offenbar, dieser Welle mit schierer Masse zu begegnen. Doch kann dieser Brechstangen-Ansatz aufgehen?
Kann das S27 Pro die Krise des Plus-Modells lösen?
Im ersten Halbjahr sollen neben den gewohnten Vertretern Galaxy S27, S27+ und S27 Ultra erstmals ein neues S27 Pro erscheinen. Blickt man auf die Verkaufszahlen der letzten Jahre, ist das ein logischer, wenn auch später Schritt.
Das klassische Plus-Modell ist seit Jahren Samsungs Sorgenkind – zu teuer für Gelegenheitskäufer, zu wenig Features im Vergleich zum Ultra. Ein „Pro“-Modell könnte analog zu Apples Strategie ein kompaktes Gehäuse mit der Top-Kamera des Ultra kombinieren. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht birgt die Aufsplitterung auf vier S-Klassen jedoch ein hohes Risiko: Die R&D-Kosten steigen massiv, während sich die Verkäufe innerhalb der eigenen Modellpalette kannibalisieren.
Die TriFold-Physik: Das ungelöste Akku- und Dicken-Problem
In der zweiten Jahreshälfte soll die Welle mit vier Foldables weiterrollen: Z Flip9, Z Fold9, Z Fold9 Ultra und dem Galaxy Z TriFold 2. Beim dreifach faltbaren Flaggschiff sprechen Insider von drastischen Gehäuse-Optimierungen, um das 9,96-Zoll-Display in ein alltagstaugliches Format zu packen.
Hier fangen die echten physikalischen Hürden an: Um drei Segmente zusammengeklappt unter 11 bis 12 Millimetern Gesamtdicke zu halten, darf ein einzelnes Segment inklusive OLED-Panel, Ultra-Thin-Glass (UTG) und Carbon-Verstärkung kaum dicker als 3,5 Millimeter sein. Das schafft gigantische Ingenieursprobleme beim Thermomanagement des Prozessors und der Verteilung von drei einzelnen Akku-Zellen.
Ob Samsung die extrem niedrige Fertigungsausbeute (Yield-Rate) bei dreifach faltbaren OLED-Panels bis 2027 so weit in den Griff bekommt, dass marktfähige Preise entstehen, wage ich stark zu bezweifeln. Statt innovativer Klasse wirkt die „4+4“-Strategie eher wie der Versuch, jedes denkbare Nischensegment zu besetzen, bevor Apple mit einem eigenen Jubiläums-Foldable den Markt aufrollt.
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Es heisst Torschlusspanik und Torschusspanik 🙂