Google Pixel 11: Höhere Preise und gestrichene Hardware
Google dreht an der Preisschraube – und zwar gewaltig. Ausgerechnet beim Datenblatt schrumpft der Gegenwert jedoch an entscheidenden Stellen. Ein umfassender Daten-Leak von Android Headlines zeigt nun sämtliche Spezifikationen und Preise der neuen Pixel 11-Familie für Europa.
Wer gehofft hatte, dass der Suchmaschinen-Riese den Markt mit einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis aufmischt, wird enttäuscht. Die Preise steigen durch die Bank weg, während die Akkus sogar leicht schrumpfen.
Tensor G6 in 2nm und gestrichene Kameras
Ich frage mich echt, wer in den Produkt-Meetings für diese Preisgestaltung gestimmt hat. Das normale Pixel 11 klettert in Europa auf stramme 999 Euro (899 US-Dollar in den USA) – ein Plus von satten 12,5 Prozent gegenüber dem Vorgänger.
Der Stromspeicher schrumpft gleichzeitig leicht auf 4.985 mAh, was das Gewicht immerhin auf 197 Gramm drückt. Herzstück ist zwar der neue Tensor G6, den TSMC im modernen 2nm-Verfahren fertigt, doch die immensen Entwicklungskosten reicht Google wohl direkt an die Kundschaft weiter.
Der eigentliche Dämpfer sitzt aber beim Fotografieren. Zwar spendiert Google jetzt serienmäßig 256 GB Speicher und bis zu 16 GB RAM für lokale KI-Funktionen, streicht beim Standardmodell aber mal eben die dedizierte Telekamera. Wer optisch zoomen will, wird damit eiskalt zum teureren Pro-Modell gedrängt.
Hohe Aufpreise bei den Pro-Modellen
Das Schema zieht sich stur durch das gesamte Line-up. Das Pixel 11 Pro verlangt für sein 3.600 Nits helles Super Actua LTPO-Display mindestens 1.199 Euro. Auch hier schrumpft die Kapazität des Stromspeichers leicht auf 4.850 mAh.
Beim Pixel 11 Pro XL müssen Kunden mit 1.199 Euro (1.299 US-Dollar) tief in die Tasche greifen. Außer einer etwas schnelleren Ladeleistung von 45 Watt bietet die XL-Variante kaum echten Mehrwert gegenüber dem normalen Pro.
Richtig schmerzhaft wird es schließlich beim Pixel 11 Pro Fold. Für irre 1.999 Euro gibt es zwar das große 8-Zoll-Klappdisplay und ein leicht reduziertes Gewicht von 239 Gramm, aber ein erstaunlich mageres Kamera-Set (nur 10,8 MP Tele). Auf die Verkaufszahlen dieser Generation bin ich wirklich gespannt.
Fazit: Lohnt sich das Pixel 11 noch?
Man muss die Dinge beim Namen nennen: Pure Hardware-Upgrades rechtfertigen diese Preissprünge von bis zu 200 Euro schlichtweg nicht. Wer nicht unbedingt auf exklusive Software-Spielereien wie Pixel Glow angewiesen ist, fährt mit dem Pixel 10 derzeit um Längen besser.
Google wettet alles auf die Karte KI. Ob die Kundschaft bereit ist, hunderte Euros extra für vage Software-Versprechen hinzublättern, darf stark angezweifelt werden.
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