Google Pixel 7a Testbericht

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Quelle: Schmidtis Blog

Da ist es nun also, das neue Mittelklasse-Wunder Google Pixel 7a. Und hier will ich euch nun sagen, ob Google wieder einen Alleskönner für den kleinen Preis von EUR 509,00 abgeliefert hat und ob sich das Warten auf das 2023er Google A-Modell dann auch gelohnt hat.

Das Pixel 7 wurde mir von Google zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf das Testergebnis! Das Pixel 7a ist mit 8 GB RAM und 128 GB Speicher in der Farbe Charcoal angekommen.

Lieferumfang

Das Pixel 7a kommt in der bekannten Google-Verpackung. Man legt sehr viel Wert um die Umwelt, daher ist es eine unaufgeregte Verpackung aus Karton. Auch beim Inhalt kommt wieder das Thema Umwelt zur Sprache, man verzichtet auf Kunststoff, es liegt auch kein Ladegerät bei und selbst das Display wird von abziehbaren Papier geschützt. Im Inneren finden wir dann neben dem eigentlichen Gerät auch noch ein USB C-Kabel, das SIM-Eject-Tool und ein USB A zu USB C-Adapter. Kopfhörer gibt es nicht.

Goolge Pixel 7a
Lieferumfang | Quelle: Schmidtis Blog

Spezifikationen

  • 6,1″ FullHD+ Display mit 90 Hz Bildwiederholrate und 2.400 x 1.080 Pixel, Gorilla Glass 3
  • Google Tensor G2 Prozessor + Titan M2 Sicherheitschip
  • 8 GB LPDDR5 RAM
  • 128 GB UFS 3.1 Speicher
  • 64 MP Sony IMX787 Hauptkamera (1/1,73″, Blende f/1.89)
  • 13 MP Sony IMX712 Ultraweitwinkel-Kamera (120° FOV, Blende f/2.2)
  • Super Res Zoom
  • 13 MP Frontkamera (Blende f/2.2) mit Face Unlock
  • 4.385 mAh Akku
  • 18 Watt kabelgebundene/5W drahtlose Ladegeschwindigkeit
  • Android 13
  • Stereo-Lautsprecher
  • 3 Major Android Updates
  • 5 Jahre Sicherheits-Updates
  • IP67-Zertifizierung
  • USB-Standard 3.2 Gen 2
  • Bluetooth 5.3, Wi-Fi 6E, NFC, GPS, 5G / 4G LTE
  • 152 x 72,9 x 8,0 mm bei 193 g
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Pixel 7a & Case | Quelle: Schmidtis Blog

Verarbeitung & Haptik

Bei der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Diese liegt auf dem Niveau seiner größeren Brüder Pixel 7 und Pixel 7 Pro. Im Prinzip ist das gesamte Design übernommen worden und auf den ersten Blick kann man das Pixel 7 und Pixel 7a nicht unterscheiden.

Der Rahmen ist auch hier aus Metall und sorgt dafür, dass mit 193 g das Pixel 7a nicht gerade leicht ist. Das Pixel 7a ist nochmals etwas kompakter als das Pixel 7 und liegt nun wirklich perfekt in der Hand.

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Power- und Lautstäreke-Buttons | Quelle: Schmidtis Blog

Jedoch ist hier nun die Rückseite aus Kunststoff und nicht wie beim Pixel 7/7 Pro aus Glas. Ist etwas kratzeranfälliger und wirkt nicht ganz so hochwertig, dafür dürfte es hier keine Probleme geben, wenn das Telefon mal herunterfällt.

Das Pixel 7a hat leider nur eine IP67-Zertifizierung, heißt also, es kann für 30 Minuten bei maximal 1,5 Meter Wassertiefe durchhalten. Doch wer will das schon ausprobieren?

Display

Das OLED-Display des Google Pixel 7a ist 6,1″ groß und liefert scharfe und farbenfrohe Bilder. Es bietet 2.400 x 1.080 Pixel, also FullHD+ Auflösung und eine hohe Pixeldichte von 406 ppi. Außerdem erreicht die Helligkeit ein sehr hohes Niveau von 1.211 cd/m², so dass man auch im Sonnenlicht alles gut erkennen kann.

Bislang setzte Google bei seinen Modellen der A-Reihe auf eine Bildwiederholrate von 60 Hz. Doch nun hat man sich beim Pixel 7a endlich dazu entschieden, auf ein 90 Hz-Panel zu setzen. Und schon sieht alles deutlich geschmeidiger und angenehmer aus. Jedoch sind standardmäßig 60 Hz eingestellt, wer also das flüssigere Erlebnis sucht, muss die 90 Hz erst aktivieren.

Google Pixel 7a
Display | Quelle: Schmidtis Blog

Insgesamt bewegt sich das Display des Google Pixel 7a auf dem Niveau seiner Familienmitglieder und muss sich auch vor der High-End-Konkurrenz nicht verstecken. Was vielleicht ein wenig stören könnte sind die relativ breiten Displayränder von 3 mm, die allerdings ein wenig Old-School-Charme versprühen, denn sie sind rundherum gleich.

Kamera

Das Pixel 7A hat eine 64 MP Sony IMX787 Hauptkamera (1/1,73″, Blende f/1.89) sowie 13 MP Sony IMX712 Ultraweitwinkel-Kamera (120° FOV, Blende f/2.2) verbaut. Auf dem Papier geht Google auch hier neue Wege und biete eine beeindruckende Kamera. Beide Sensoren bieten eine höhere Auflösung als die Haupt- und Ultraweitwinkel-Kamera des Pixel 7.

Bei der Software bietet Google auch eine Menge der Spielereien, die man auch vom Pixel 7/7 Pro kennt. Magic Eraser, Photo Unblur, Face Unblur und Real Tone sind auch beim Pixel 7a an Bord. Der Super Res Zoom mit achtfacher Vergrößerung soll die Telefoto-Kamera ersetzen und nutz dafür die volle Sensorauflösung ohne Pixelbinning und erzielt damit erstaunlich gute Ergebnisse.

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Kamera | Quelle: Schmidtis Blog

Bei Tageslicht bieten sowohl der Hauptsensor als auch der Ultraweitwinkelsensor fast identische Bilder wie beim Pixel 7 – da hat Google ganze Arbeit geleistet und manch ein Pixel 7-User dürfte sich fragen, ob da nicht auch ein Pixel 7a gereicht hätte.

Und auch bei Nachtaufnahmen gibt es da in dieser Preisklasse wohl kein anderes Gerät, was mit dem Pixel 7a mithalten kann. Google hat bei der Kamera bei seinem Mittelklasse-Modell an den richtigen Stellschrauben gedreht.

Wenn es was zu meckern geben sollte, dann der fehlende Makro-Modus und das es eben keinen echten optischen Zoom gibt. Es ist aber erstaunlich, was Google mit dem Tensor G2 und der Kamera-Software alles aus dem Gerät herausholt. Und am Ende ist es so, dass es in dieser Preisklasse kein Smartphone gibt, welches bessere Bilder macht.

Lautsprecher

Stereo-Lautsprecher mit 360° Audio sind im Pixel 7a verbaut, das ist ein echter Pluspunkt. Einer ist in der Ohrmuschel verbaut, der zweite ist auf der Unterseite neben der USB-C-Buchse zu finden. Die Lautsprecher sind schön laut, es fehlt ihnen aber an Bässen und Details in den hohen Frequenzen. Der Sound geht in Ordnung für die Preisklasse.

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Unterseite | Quelle: Schmidtis Blog

Akku

Das Google Pixel 7a hat einen Akku mit einer Kapazität von 4.385 mAh. Die Akkulaufzeit ist solide, aber nicht überragend – ihr kommt aber locker damit über den Tag. Das Thema Fast Charging ist sozusagen „schnell“ beantwortet, mit 18 Watt lädt das Telefon eben nicht schnell sondern braucht über zwei Stunden für das komplette Aufladen. Das Pixel 7a unterstützt kabelloses Laden, was in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Allerdings wird auch kein Netzteil mitgeliefert, hierfür will Google stolze EUR 79,00 haben. Im Vergleich zum Vorgänger Pixel 6a hat das 7a jedoch eine verbesserte Ladeleistung.

Fazit

Mein Fazit zum Pixel 7a? Google liefert auch in der Mittelklasse ab. Vor allem bei der Kamera lässt man sich nicht lumpen, diese bietet in dieser Preisklasse mit Abstand das Beste was man für das Geld bekommen kann. Doch beim Thema Laden ist man auch hier wieder nur mit max. 18 Watt dabei, alles andere als schnell.

Dafür gibt es nun aber kabelloses Laden und ein 90 Hz-Display, beides Novum in der Google A-Reihe. Und das schlägt sich dann auch leider beim Preis nieder, hier verlangt Google nun EUR 509,00 – EUR 50,00 mehr als noch beim Vorgänger. Doch vermutlich werden die Preise schnell fallen, und dann könnt ihr bedenkenlos zuschlagen.

Alles in allem bietet Google mit dem Pixel 7a ein rundes Paket. Und mit 3 Android-Versionen und fünf Jahre lang Sicherheitsupdates habt ihr auch bei diesem Thema lange Ruhe.

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