Google Pixel Watch 5: Gleiches Design, aber die Preise ziehen an
Google rührt am Design-Rezept seiner Smartwatch auch im Jahr 2026 keine einzige Zutat an. Wer gehofft hat, dass die Pixel Watch 5 endlich ihre dicken Ränder verliert oder ein radikal neues Gehäuse spendiert bekommt, wird enttäuscht. Stattdessen gibt es neue Farben, viel KI-Voodoo und einen sauren Apfel, in den vor allem Käufer der kleineren Version beißen müssen.
Bekannte Optik mit einer fiesen Einschränkung
Der bekannte Leaker OnLeaks hat mal wieder zugeschlagen und die offiziellen Marketing-Render der kommenden Uhr ans Licht gezerrt. Das Ergebnis ist wenig überraschend. Google bleibt dem runden Kieselstein-Look der Vorgänger treu.
Vier Gehäusefarben stehen im Fokus. Neben Dark Anthracite (Mattes Schwarz), Natural Silver (Poliertes Silber) und Pyrite (ein matter Goldton) gesellt sich auch Warm Gold mit einem auffälligen, korallenfarbenen Armband dazu.
Ein nerviger Haken versteckt sich im Kleingedruckten. Die schicke Variante in Warm Gold bleibt exklusiv der kleineren 41-Millimeter-Ausführung vorbehalten. Wer das größere 45-Millimeter-Modell bevorzugt, schaut bei dieser Farboption in die Röhre. Eine künstliche Beschränkung, die mich im Alltag einfach nur ärgert.




Aufschlag an der Kasse: Die kleine Version wird teurer
Die eigentliche Kehrseite der neuen Generation zeigt sich beim Blick auf das Preisschild. Google dreht bei der 41-mm-Variante spürbar an der Preisschraube.
- Pixel Watch 5 (41 mm, Wi-Fi): 419 Euro (bisher 399 Euro)
- Pixel Watch 5 (41 mm, LTE): 519 Euro (bisher 499 Euro)
Ein Aufschlag von exakt 20 Euro für das exakt gleiche Gehäusedesign. Immerhin: Die große 45-Millimeter-Version bleibt mit 449 Euro (Wi-Fi) beziehungsweise 549 Euro (LTE) stabil auf dem Niveau des Vorgängers.
Und jetzt? Wir zahlen mehr für das Gleiche. Ob ein neues Gemini-Watchface auf dem Display und ein bisschen mehr Arbeitsspeicher diesen Preissprung rechtfertigen, wage ich stark zu bezweifeln. Wer sparen will, muss wohl oder übel auf die üblichen Bundle-Aktionen zum Marktstart am 20. August 2026 hoffen. Vorbestellungen sollen direkt nach dem Google-Event am 13. August starten.
Chip-Wechsel: Macht Google endlich Ernst beim Prozessor?
Spannend wird es im Inneren der Uhr, wo sich ein echter Machtwechsel ankündigen könnte. Seit Monaten halten sich die Gerüchte hartnäckig, dass Google an einem maßgeschneiderten Tensor-Chip für Wearables arbeitet. Bisher kaufte man die Prozessoren brav bei Qualcomm ein.
Samsung hat es vorgemacht und setzt bei den aktuellen Galaxy Watches komplett auf Qualcomm-Power. Geht Google jetzt den umgekehrten Weg? Ein eigener Tensor-Chip wäre die dringend benötigte Ansage. Er könnte die Effizienz und Akkulaufzeit liefern, die der Pixel Watch seit der ersten Generation fehlen.
Sollte Google diesen Sprung verpassen und nur alte Hardware neu verpacken, bleibt die Pixel Watch 5 ein müdes Update. Ein schickes Kieselsteinchen, das im Alltag viel zu schnell an die Steckdose muss.
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