Google zeigt Wear OS 7: Tschüss Kacheln, hallo Android 17

Google krempelt das Betriebssystem für Smartwatches um. Auf der I/O 2026 gab es den ersten Ausblick auf Wear OS 7. Die neue Version basiert auf Android 17 und bringt ein optisches Dauerthema vom Smartphone ans Handgelenk. Die bekannten Vollbild-Kacheln fliegen komplett raus.
An ihre Stelle treten kompakte Wear Widgets in den Größen 2×1 und 2×2. Das Design orientiert sich eng an den Smartphone-Vorlagen. Dadurch wirkt die Bedienung endlich wie aus einem Guss. Ein Stapeln von Widgets wie bei Samsungs bisheriger Oberfläche ist aber wohl nicht drin.
Zehn Prozent mehr Puste und echte Live-Updates
Der Akku kriegt beim Update von Wear OS 6 auf Version 7 eine kleine Verschnaufpause. Google verspricht rund zehn Prozent mehr Laufzeit durch reine Software-Optimierung. Das rettet niemanden über ein langes Wochenende. Aber es entscheidet vielleicht darüber, ob die Uhr auf dem Heimweg schlappmacht.
- Live Updates: Wichtige Infos landen als kleines Symbol direkt auf dem Zifferblatt.
- Dynamische Karten: Ein Wisch zur Benachrichtigungsseite zeigt Lieferdienste oder Fahrtendienste in Echtzeit an.
- Direkter Blick: Der Countdown für das Essen läuft im Sperrbildschirm, ohne dass man die App öffnen muss.
Gemini drückt sich in die Apps
Ausgewählte Uhren bekommen dieses Jahr noch Gemini Intelligence spendiert. Über eine neue Schnittstelle greift die KI direkt auf Funktionen von Drittanbieter-Apps zu. Ein Sprachbefehl startet dann das Lauftraining direkt in Samsung Health oder ASICS Runkeeper. Auch Essensbestellungen über DoorDash sollen komplett per Zuruf vom Handgelenk aus klappen.
Für Sportler wird es ohnehin einheitlicher. Google baut ein standardisiertes Workout-Tracking inklusive Pulsmessung und Mediensteuerung ein. Entwickler müssen das Rad für Fitness-Apps also nicht mehr neu erfinden. Das sorgt für einen einheitlichen Look beim Trainieren, egal welche App im Hintergrund mitschreibt.
Volle Kontrolle über den Sound
Beim Thema Medienwiedergabe liefert Google zwei praktische Upgrades. Nutzer bestimmen ab sofort pro App, ob sich die Musiksteuerung auf der Uhr beim Start auf dem Handy automatisch öffnen darf. Das nervige Aufpoppen bei jedem kurzen Clip hat damit ein Ende.
Zusätzlich zieht ein neuer Remote Output Switcher ein. Damit wechselt der Ton flexibel per Fingertipp das Ausgabegerät. Neben den klassischen Bluetooth-Kopfhörern tauchen in der Liste jetzt auch alle Cast-kompatiblen Geräte in der Nähe auf. Der Wechsel vom Kopfhörer auf den Smart Speaker läuft damit komplett über das Handgelenk.
Entwickler können die Canary-Version ab sofort im Emulator testen. Der reguläre Start auf den ersten Uhren ist für die zweite Jahreshälfte geplant.
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