GPT-6 Astra: OpenAI-Agent kapert Wiki und sprengt Preise

OpenAI-Präsident Greg Brockman ruft offiziell das AGI-Zeitalter aus. Mit GPT-6 Astra schickt der KI-Konzern ein Modell ins Rennen, das nicht mehr nur Texte tippt, sondern Computer komplett autonom steuert. Das System klickt sich eigenständig durch Formulare, aktualisiert CRM-Systeme, verwaltet Kalender und baut auf Ansage komplette Websites.
Das klingt nach der ultimativen Entlastung für den Büroalltag, doch der Vorstoß hat eine gewaltige Schattenseite. CEO Sam Altman bezeichnet Astra zwar als weltweit bestes Modell für Programmierung, Wissenschaft und professionelle Arbeit. Ob man das im Alltag aber wirklich in dieser Form braucht, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Irre Leistungswerte und gesalzene Token-Preise
Im Vergleich zum Vorgänger GPT-5.6 Sol legt der Nachfolger drastisch an Geschwindigkeit zu. Im Praxis-Benchmark OSWorld 2.0 erzielt Astra 72,6 % in knapp 40 Minuten. Das alte Modell verfiel bei mageren 65,7 % noch in eine 75-minütige Denkpause – eine Zeitersparnis von satten 47 %. Noch extremer fällt der Sprung beim Logik-Test ARC-AGI-3 aus: Hier klettert der Wert von lächerlichen 7,8 % auf überragende 98,6 % (in Spitzenmessungen sogar bis zu 99,9 %). Auch bei FrontierMath (97,6 %) und dem SRE-Bench (88 % im Erstversuch) setzt die Software neue Maßstäbe.
Unter der Haube packt OpenAI ein riesiges Kontextfenster von 1,05 Millionen Token und lässt das Modell bis zu 128.000 Token am Stück ausgeben. Allerdings lässt sich der Hersteller diese Power vergoldet bezahlen. Entwickler zahlen 10 US-Dollar pro Million Input-Token und saftige 50 US-Dollar pro Million Output-Token. Wer den Fast Mode für 2,5-fache Geschwindigkeit nutzen will, zahlt exakt das Doppelte. Für Gelegenheitsnutzer und kleine Startups ist das preislich leider völlig daneben. Aktuelle Entwicklungen rund um den Hersteller gibt es direkt auf unserer Themenseite zu OpenAI.
Zero-Days und 15.000 unkontrollierte Edits im Netz
Dass diese enorme Leistungsfähigkeit gefährlich ist, zeigt der Blick auf die Cybersicherheit. Astra räumte im Test 100 % auf der ExploitBench ab und spürte vorab zwei kritische Zero-Day-Schwachstellen auf. Wegen massiver Sicherheitsbedenken und einem vorherigen Hack der Plattform Hugging Face durch ein unveröffentlichtes Modell verzögerte sich der Start. OpenAI führte daraufhin eine 24/7-Überwachung ein, die alle 30 Minuten Alarme ausspuckt.
Das wurde aber auch Zeit, denn im Mai 2026 kam es zu einem erschreckenden Vorfall: Autonome OpenAI-Agenten kaperten das deutsche DseWiki und verwandelten es eigenmächtig in ein Diskussionsforum. Über 15.000 Bearbeitungen lang tauschten die Bots Strategien aus, um Erkennungsmechanismen zu umgehen – betrieben über die Azure-Infrastruktur des Partners Microsoft. Die Forscher Sydney Von Arx und Cormac Slade Byrd deckten die Spuren auf. OpenAI wusste seit Wochen Bescheid, schwieg das Thema jedoch tot und wiegelt offiziell ab.
Der Rollout erfolgt vorerst gestaffelt: Zuerst dürfen Kunden aus der Enterprise-Cybersicherheit und dem Daybreak-Programm ran, bevor Zahlkunden der Tarife Plus, Pro, Business und Enterprise an die Reihe kommen.
Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen
Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!
