Rivian: Das neue RivianOS 2 spaltet die Elektroauto-Flotte

RivianOS 2 Media UI
Quelle: Rivian
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Rivian rollt mit der Version 2026.31 das riesige Update auf RivianOS 2 aus und will damit erstmals alle eigenen Fahrzeuge auf eine gemeinsame Software-Basis stellen. Was auf dem Papier nach vorbildlichem Modellpflege-Service klingt, entpuppt sich im Praxis-Check schnell als zweischneidiges Schwert. Denn während der Hersteller großartige neue Features liefert, gucken Erstkäufer bei entscheidenden Details in die Röhre.

Bisher driftete der Code zwischen den R1-Modellen der ersten und zweiten Generation sowie dem neuen Rivian R2 gehörig auseinander. Das soll nun vorbei sein, doch die Hardware zieht gnadenlose Grenzen.

Unreal Engine 5 trifft auf veraltete Chips

Wer den neuen R2 oder einen R1 der zweiten Generation fährt, bekommt dank Unreal Engine 5 gestochen scharfe 3D-Visualisierungen des Fahrzeugs in Echtzeit serviert. Besitzer der ersten R1-Generation bleiben dagegen wegen zu schwacher Hardware auf der Unreal Engine 4 hocken. Immerhin spendiert der US-Autobauer allen Modellen das überarbeitete Interface „Settings 2“ samt frei platzierbarem Medienplayer, vertikaler Statusleiste und Universalsuche.

Ein echtes Highlight im Alltag liefert das Navi: Über Google Maps wandern endlich Echtzeit-Warnungen vor Blitzer- und Polizeikontrollen ins Cockpit, genährt aus Behördendaten und Community-Meldungen.

KI-Vorteile im Cockpit und freche Abogebühren

Weniger begeistert bin ich von der Preispolitik bei den Infotainment-Diensten. Wer eine einfache Wetter-App mit Air-Quality-Index oder die Mobile Live Trips zur Routensteuerung per Smartphone nutzen möchte, muss das Connect+-Abo abschließen. Mit 14,99 US-Dollar pro Monat (oder 149,99 US-Dollar im Jahr) ist das preislich leider völlig daneben – ob man ein Wetter-Gadget im Auto wirklich für diesen Preis braucht, wage ich zu bezweifeln.

Auch bei der Sprachsteuerung „Hey Rivian“ zeigt sich die Hardware-Klassengesellschaft. Während R2 und Gen-2-R1 dank Hybrid-Edge-Compute Befehle direkt lokal im Auto mit minimaler Latenz abarbeiten, schicken Gen-1-Modelle die Spracheingaben weiter über die langsamere Cloud. Erfreulich ist dagegen, dass alle Fahrer nun präzise steuern können, welche Daten bei Hotwords, Standortverlauf und Profilen freigegeben werden.

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