Honor Magic 8 RSR vorgestellt: Das neue Flaggschiff zeigt, wie weit Smartphone‑Design inzwischen gehen kann

HONOR Magic 8 RSR
Quelle: Honor

Manchmal wirkt es, als würde Honor jedes Jahr ein bisschen weiter ausprobieren, wie nah ein Smartphone an ein Sammlerstück heranrücken kann. Beim Honor Magic 8 RSR ist dieser Gedanke schwer zu übersehen. Das Gerät ist offiziell vorgestellt, und die Richtung ist klar: Technik auf Maximalstufe, verpackt in einem Gehäuse, das eher an ein Modellauto erinnert als an ein Telefon.

Was sofort auffällt, ist die Rückseite. Honor hat das kantige Hexagon‑Design der bisherigen RSR‑Modelle über Bord geworfen und stattdessen ein breiteres, abgerundetes Quadrat gewählt. Das wirkt weniger aggressiv, aber immer noch eindeutig „Porsche“. Die Farben – Moonstone und Slate Ash Gray – sind überraschend hell für ein Gerät, das sonst so sehr auf technische Dominanz setzt. Die Materialien sind ein eigenes Thema: microkristalline Nano‑Keramik, Aluminiumrahmen, alles extrem glatt poliert. Honor spricht von einer Härte, die an Werkzeugkeramik erinnert. Ob das im Alltag wirklich relevant ist, muss man sehen. Aber das Gerät fühlt sich definitiv nicht nach Standard‑Android an.

Das Display ist groß, stark gebogen und absurd hell. 6,71 Zoll, LTPO, HDR‑Spitzenwerte, die man eher aus TV‑Datenblättern kennt. Dazu eine PWM‑Dimmung, die empfindliche Augen schonen soll. Honor betont das Thema Eye‑Protection seit Monaten, und hier merkt man, dass sie es ernst meinen.

Innen steckt der Snapdragon 8 Elite Gen 5, kombiniert mit 16 oder 24 GB RAM und bis zu einem Terabyte Speicher. Das ist erwartbar, aber die 7200‑mAh‑Batterie ist es nicht. Honor bleibt beim Silizium‑Carbon‑Ansatz und kombiniert das Ganze mit 120‑Watt‑Laden per Kabel und 80 Watt kabellos. Das ist eine dieser Stellen, an denen man sich fragt, wie viel thermische Reserve noch übrig bleibt. Aber Honor hat in den letzten Jahren gezeigt, dass sie große Akkus gut im Griff haben.

Die Kamera ist das eigentliche Statement. 50 Megapixel Hauptsensor, 50 Megapixel Ultraweitwinkel, 200 Megapixel Periskop – alles mit OIS, alles groß dimensioniert. Dazu kommt ein Imaging‑Paket, das fast schon nach Zubehörkatalog klingt: ein magnetischer Kamera‑Grip, ein 200‑mm‑Telekonverter, Filteradapter. Honor versucht hier ganz offensichtlich, die Lücke zwischen Smartphone und Kompaktkamera zu schließen. Ob das gelingt, hängt weniger von der Hardware ab als von der Software. Die AiMAGE‑Engine soll Farben natürlicher berechnen, und die CIPA‑6.5‑Stabilisierung klingt beeindruckend. Drei Sekunden Freihand ohne Verwackeln? Klingt mutig, aber Honor hat solche Versprechen schon öfter eingelöst.

Dazu kommen die üblichen High‑End‑Extras: Satellitenkommunikation, eigene RF‑Chips, IP68 und IP69K, Wi‑Fi 7, Bluetooth 6.0. Ein bisschen wirkt es, als hätte Honor alles hineingepackt, was gerade irgendwo im Labor verfügbar war. Das kann man kritisieren, aber es zeigt auch, wie sehr die Marke versucht, sich im Premium‑Segment festzubeißen.

Preislich liegt das Gerät klar im Luxusbereich. 7.999 Yuan (ca. 987 Euro) für die kleinere Version, 8.999 Yuan (ca. 1.110 Euro) für das volle Paket. Das ist kein Massenprodukt. Es ist ein Statement‑Phone – und genau so fühlt es sich auch an.

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