Range Rover Velar EV: Land Rovers radikalster Elektro-Schritt kommt 2026 auf 800-Volt-Basis

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Der nächste Velar sieht nicht aus wie sein Vorgänger. Und er fährt nicht wie sein Vorgänger. Land Rover bricht mit der zweiten Generation der Baureihe konsequent ab, was sieben Jahre lang Velar-Tradition war: das aufrechte SUV-Profil, der Verbrennungsmotor, die D7-Plattform. Was kommt, ist ein Fahrzeug, das sich optisch zwischen Limousine und Shooting Brake bewegt und technisch auf einer Plattform steht, die ausschließlich für Elektroantrieb gebaut wurde.

Der neue Velar wird das erste Land Rover-Modell auf der EMA-Plattform, der Electrified Modular Architecture. Diese Architektur unterstützt 800-Volt-Technik und ermöglicht Schnellladen mit bis zu 350 kW. Der Akku sitzt im Unterboden als modulfreies Pack, leichter und kostengünstiger als klassische Bauformen. Offizielle Leistungs- und Reichweitenzahlen hat JLR noch nicht veröffentlicht. Laut Carscoops-Quellen soll eine Allradversion mit 117-kWh-Batterie und rund 550 PS kommen – diese Angaben sind aber nicht von Land Rover bestätigt. Was feststeht: Die Plattform soll eine EPA-geschätzte Reichweite von mindestens 300 Meilen ermöglichen und in höheren Konfigurationen einen Sprint von 0 auf 60 Meilen pro Stunde in unter vier Sekunden erlauben.

Die Erlkönig-Bilder zeigen, wohin die Reise designtechnisch geht. Vorne: geschlossener Kühlergrill, schmale Scheinwerfer, Clamshell-Motorhaube. Seitlich: eine stark abfallende Windschutzscheibe, die in ein steil abgesenkt wirkendes Dach übergeht, tiefe Gürtellinie, schmales Fensterband. Die Bodenfreiheit ist deutlich geringer als beim aktuellen Modell. Das ergibt weniger Geländetauglichkeit, aber mehr Aerodynamik und ein völlig anderes Fahrzeugcharakter. Land Rover positioniert den neuen Velar damit explizit als das straßenorientierteste Modell der Range-Rover-Familie.

Hinten fällt eine Heckklappe mit aufrechtem Abschluss auf sowie eine auf dem Dach montierte Kamera. Ob das tatsächlich auf eine fehlende Heckscheibe hindeutet wie beim Polestar 4, bleibt abzuwarten. Dass Jaguar mit dem künftigen neuen Modell diesen Weg gegangen ist, macht es zumindest wahrscheinlicher.

Im Werk Halewood wurden bereits über 200 Vorserienmodelle auf EMA-Basis produziert. Das Werk produziert ausschließlich Elektrofahrzeuge. Die Enthüllung des Serienmodells ist für die zweite Hälfte 2026 geplant, eine Plug-in-Version könnte 2028 folgen. Danach sollen Evoque und Discovery Sport auf derselben Plattform folgen.

Womit der Velar im Wettbewerb antritt: Porsche Macan Electric, Audi Q6 e-tron Sportback, Polestar 4. Alle drei sind technisch etabliert, haben Preise und echte Testwerte. Der Velar kommt später, muss also mehr bieten. Das 800-Volt-System ist dabei kein Alleinstellungsmerkmal mehr, sondern Mindestanforderung im Premiumsegment 2026. Was Land Rover unterscheiden muss, ist Design, Reichweite und die Glaubwürdigkeit der Marke in einem Segment, in dem sie bisher kaum Elektro-Erfahrung gesammelt hat.

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