Škoda, BYD und BMW: Wer das deutsche E-Auto-Rennen 2026 gerade gewinnt

Im Januar 2026 waren es 280 Einheiten – ein Plus von über 1.000 Prozent. Dieser eine Satz erklärt, warum der Škoda Elroq gerade das meistdiskutierte Elektroauto Deutschlands ist. Und er erklärt, warum Wolfsburg aufmerksam zuschaut, was in Mladá Boleslav gerade passiert.
42.692 neue Elektroautos wurden im Januar 2026 in Deutschland zugelassen – ein Plus von 23,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, der Marktanteil der reinen Batteriefahrzeuge lag bei 22 Prozent. Das ist kein Ausreißer, sondern der vorläufige Beweis, dass der Markt nach dem Förderungsende 2023 und dem schwachen 2024 wieder strukturell wächst. Die staatliche Kaufprämie von bis zu 6.000 Euro läuft seit Januar, ihre volle Wirkung – Bestellungen, die jetzt ausgeliefert werden – dürfte ab Frühjahr sichtbar werden.
Mit rund 500 Einheiten Vorsprung schob sich der Elroq an die Spitze, vor dem VW ID.7, der im Gesamtjahr 2025 über Monate die Pole Position hielt und im Januar mit 2.632 Einheiten auf Rang zwei landete. Warum läuft der Elroq so gut? Er ist kein technisches Meisterstück, aber ein handwerklich sauberes Auto auf VW-MEB-Basis: ausreichend Reichweite, ordentlich Platz, Preisgestaltung ohne Schmerzen. Die Nachfrage ist so hoch, dass die günstige Einstiegsvariante Elroq 60 derzeit nicht bestellbar ist. Wer heute kaufen will, startet bei 44.180 Euro.
VW behauptet mit 17,9 Prozent aller Neuzulassungen seine Markenspitzenposition, aber intern läuft die eigentliche Diskussion anders. Der ID.7 verliert gegenüber Januar 2025 rund 16 Prozent, der ID.4 schaffte es im Januar nicht mal mehr in die Top Ten. Die ersten sechs Modelle in der E-Auto-Rangliste sind allesamt Konzernfahrzeuge – der Ruhm verteilt sich eben innerhalb des Verbunds, und er verteilt sich gerade in Richtung Škoda.
Die zweite große Marktverschiebung findet eine Zeile tiefer statt, wo Tesla stand. Im Januar 2026 verkaufte BYD mit 2.629 Fahrzeugen doppelt so viele Autos wie Tesla mit 1.301. Das ist keine statistische Anomalie. BYD hat 2025 Tesla in Deutschland insgesamt überholt. Teslas Problem ist bekannt: kein aktuelles Modellportfolio unter 40.000 Euro, keine 800-Volt-Technik, dazu Elon Musks öffentliche Auftritte, die in Deutschland einen messbaren Teil der Kundschaft abschrecken. Das Model Y bleibt ein solides Auto, aber der Supercharger-Vorteil allein trägt die Marke nicht mehr.
Im Premiumsegment ist BMW die ruhige Kraft. Die Münchner liefern elektrisch zuverlässig, ohne große Krisen, und bauen mit der Neuen Klasse den nächsten Angriff vor. Der iX3 auf 800-Volt-Basis mit 108-kWh-Akku und bis zu 400 kW Ladeleistung kommt 2026. Das ist die Plattformantwort auf alles, was Mercedes mit dem EQE und Audi mit dem A6 e-tron im Markt hat. BMW spielt das Premiumspiel so, wie es gespielt werden muss: ruhig, präzise, ohne Fehler.
Das Restjahr 2026 läuft auf drei Entscheidungen hinaus. Ob Škoda den Elroq-Schwung in den Sommer trägt und ob der Epiq, das neue Kompaktmodell unter 25.000 Euro, zum nächsten Massenphänomen wird. Ob VW mit dem angekündigten ID. Polo unter 25.000 Euro rechtzeitig liefert, um Marktanteile zurückzugewinnen. Und ob BYD seine Wachstumskurve hält und Tesla weiter auf Abstand hält.
Der deutsche E-Auto-Markt 2026 ist kein Zweikampf mehr. Er ist ein Mehrfrontenkrieg – und gerade gewinnen ihn die, die man vor drei Jahren noch nicht auf der Rechnung hatte.
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Skoda macht es mit dem Elroq also richtig. Modern aber nicht futuristisch, preislich relativ zu anderen Marken noch verträglich, großes Händlernetz, ordentliche Rabatte und gute Testberichte. Ich fahre einen id 3 und wollte wegen Auslaufens des Leasingvertrages einen neuen id 3 kaufen. Auf die Frage: könnte es auch ein Elroq sein? Was ist das denn für ein Auto? Aber warum nicht. Gefahren und schwups hat mich das Fahrzeug nach wenigen km überzeugt und bestellt. Günstiger als ein vergleichbarer id 3 und deutlich „mehr Auto“. Die Tschechen scheinen da etwas pfiffiger als die Wolfsburger zu sein.
Man kann von Tesla ja halten was man will, aber kein Modell unter 40k ist schlichtweg falsch.
Mal die Preise geprüft?
M3 36.990. Mit Überführung unter 38k
MY liegt ähnlich.