Huawei Mate XT 2: Tri-Foldable mit neuem Privacy Display

Huawei schiebt das nächste Tri-Foldable an den Start und bringt mit dem Mate XT 2 Ultimate Design ein Feature, das wir bisher nur von klassischen Flaggschiffen kennen. Der chinesische Hersteller verbaut erstmals eine Privacy-Display-Funktion direkt in ein dreifach faltbares Panel. Ein Blick auf das Datenblatt zeigt schnell, wo Huawei hinwill – und welche altbekannten Hürden die internationale Begeisterung bremsen.
Hardware-Blickschutz trifft auf riesiges Tri-Fold-Panel
Beim Außendisplay setzt Huawei auf ein 6,5 Zoll großes LTPO-OLED-Panel mit FHD+-Auflösung, flexiblen 120 Hz Bildwiederholrate und einer Spitzenhelligkeit von extremen 6.500 Nits. Wer das Gerät komplett aufklappt, schaut auf einen 10,2 Zoll großen Hauptbildschirm mit 3K-Auflösung und 90 Hz. Hier sitzt auch die eigentliche Überraschung: Die ursprünglich beim Samsung Galaxy S26 Ultra eingeführte Privacy-Display-Technologie schränkt über ein Zusammenspiel aus Hardware und Software die seitlichen Blickwinkel ein.
Schulterblicker in Bahn oder Flugzeug schauen damit sprichwörtlich ins Schwarze. Gefaltet misst das Gehäuse 12,3 mm in der Tiefe, aufgefaltet schrumpft der Korpus auf schlanke 3,5 mm. Ein neu konstruiertes Scharnier soll die Faltmechanik sichern, während eine Gehäuse-Zertifizierung nach IP58/IP59 Schutz vor Staub und Wasser verspricht. Beim Gesamtgewicht bringt der Bolide 299 g auf die Waage.

Kirin 9050 Pro, fette Kamera und sportlicher Preis
Als Rechenzentrale dient der hauseigene Kirin 9050 Pro, kombiniert mit der hauseigenen Software-Plattform HarmonyOS 7. Für Ausdauer sorgt ein Akku mit 5.600 mAh, der kabelgebunden mit 66 Watt und kabellos mit 50 Watt lädt. Fotoseitig liefert Huawei eine Hauptkamera mit 50 MP samt OIS, ein Periskop-Tele mit 50 MP (3,5-facher optischer Zoom, OIS), ein 40 MP Ultra-Weitwinkel sowie einen zusätzlichen Farbsensor. Sowohl innen als auch außen steht jeweils eine 8 MP Selfie-Cam bereit. Neben einem seitlichen Fingerabdruckscanner sitzen an beiden Gehäuseecken berührungsempfindliche Zonen für eine direkte EKG-Messung.
In China startet das Modell in Schwarz, Weiß und Lila. Der Einstieg mit 16 GByte RAM und 256 GByte Speicher schlägt mit umgerechnet etwa 2.566 Euro zu Buche. Die Top-Ausstattung mit 2 TByte Speicher inklusive mitgeliefertem Stylus kostet runde 3.850 Euro. Dass bereits beim ersten Huawei Mate XT enorm hohe Preise aufgerufen wurden, überrascht kaum – die neue Generation setzt im Luxussegment aber noch eins drauf.
Keine Google-Dienste als Dauerhürde für Europa
Sollte das Gerät den Weg nach Europa finden, dürften Importsteuern den Preis noch weiter nach oben treiben. Ohne Google Play Store und ohne Google-Dienste bleibt das Tri-Foldable außerhalb Chinas schlicht ein extrem teures Liebhaberstück für Tech-Enthusiasten.
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