Galaxy Z Fold 3 & Flip 3: Samsung beendet Support endgültig

Ich kann mich noch an den August 2021 erinnern, als Samsung das Galaxy Z Fold 3 und das Galaxy Z Flip 3 der Öffentlichkeit präsentierte. Es waren genau die Modelle, die Falt-Smartphones aus der Nische holten und alltagstauglich machten – vor allem dank der erstmals integrierten Wasserfestigkeit nach IPX8 und robusteren Displays. Doch exakt fünf Jahre nach dem Marktstart zieht der südkoreanische Hersteller nun den Schlussstrich. Samsung hat beide Pionier-Foldables offiziell von seiner Support-Webseite gestrichen. Ab sofort gibt es weder neue Systemfunktionen noch verlässliche Sicherheitsflicks.
Fünf Jahre Support und Schluss
Überraschend kommt dieser Schritt keineswegs, sondern er folgt präzise dem Fahrplan, den Samsung den Geräten 2021 mit auf den Weg gegeben hatte. Damals war das Verprechen von drei großen Android-Upgrades sowie fünf Jahren Sicherheits-Updates ein absolutes Ausrufezeichen in der Branche. Geliefert wurden beide Geräte seinerzeit mit Android 11 und der Benutzeroberfläche One UI 3.1. Ihr finales großes Betriebssystem-Update erhielten das Fold 3 und Flip 3 schließlich im Jahr 2025 mit dem Sprung auf Android 15. Seitdem lief die Versorgung auf Sparflamme über reine Sicherheits-Patches weiter, doch auch diese Quelle ist nun vertrocknet.
Wer die Veröffentlichungspolitik des Konzerns beobachtet, sieht den Kurs, den Samsung beim Ende der Update-Versorgung für ältere Galaxy-Smartphones einschlägt. Ältere Generationen wandern nach Ablauf ihres Fünf-Jahres-Fensters ohne Wenn und Aber aus dem Verteilernetz. Für Nutzer bedeutet das: Das Gerät funktioniert zwar morgen früh genauso wie heute, aber das digitale Schutzschild bekommt ab jetzt Löcher. Ungepatchte Sicherheitslücken auf Betriebssystemebene bleiben offen, was vor allem bei sensiblen Anwendungen wie Banking-Apps oder der Authentifizierung im Alltag zunehmend zum Risiko wird.
Der Kontrast zu den neuen Sieben-Jahre-Garantien
Der Abschied vom Fold 3 und Flip 3 verdeutlicht auch, wie rasant sich die Support-Standards der Industrie gewandelt haben. Wer heute ein aktuelles Flaggschiff der Koreaner erwirbt – etwa aus der aktuellen Galaxy Z8-Serie mit dem Galaxy Z Fold 8 oder Galaxy Z Flip 8 –, bekommt volle sieben Jahre lang Android-Upgrades und Sicherheits-Patches garantiert. Diese Modelle werden ab Werk bereits mit Android 17 sowie One UI 9 ausgeliefert und bleiben bis ins Jahr 2034 frisch auf Stand.
Dass ältere Semester diese langen Zeiträume nicht nachträglich zugesprochen bekommen, ist betriebswirtschaftlich verständlich, aber für Käufer der ersten Stunden trotzdem bitter. Während aktuelle Geräte direkt im Update-Fahrplan für One UI 9 berücksichtigt werden, bleiben das Z Fold 3 und Z Flip 3 auf dem Stand von Android 15 eingefroren. Neben den fehlenden Patches bedeutet das auch den Ausschluss von neuen KI-Features oder tiefgreifenden Optimierungen der Benutzeroberfläche.
Weiterfahren oder Zähne knirschen beim Neukauf?
In der Praxis stellt sich für Besitzer der 2021er-Foldables nun die entscheidende Frage: Wie lange lässt sich ein Falt-Handy ohne aktiven Software-Support noch sinnvoll nutzen? Auf der einen Seite nagt der Zahn der Zeit ohnehin an den Akkus und den beweglichen Scharnieren der ersten echten Massen-Foldables. Auf der anderen Seite sind Prozessoren wie der Snapdragon 888 auch heute noch performant genug für alle alltäglichen Aufgaben.
Wer sein Gerät ausschließlich für Medienkonsum oder als Zweitgerät auf der Couch nutzt, kann das Risiko eventuell noch eine Weile eingehen. Sobald aber geschäftliche Daten, Bezahlfunktionen oder Online-Banking im Spiel sind, wird der Weiterbetrieb ohne monatliche Sicherheitspatches zu einer wackeligen Angelegenheit. Samsung setzt damit einen klaren Impuls zum Wechsel – und zeigt zeitgleich, wie weit sich die Falt-Technologie in den letzten fünf Jahren entwickelt hat.
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