Huawei: USA erlauben angeblich Lieferung von Chips

Laut einem Bericht der Financial Times haben die USA begonnen, Chip-Firmen die Lieferung von Komponenten an Huawei zu erlauben. Der einzige Vorbehalt ist, dass die Komponenten nicht für das 5G-Geschäft des Herstellers geeignet ist.

Das US-Handelsministerium „hat den Unternehmen in jüngsten Gesprächen mitgeteilt, dass die Lizenzen für die Lieferung an Huawei zwar mit dem Ziel einer Verweigerung behandelt werden, dies aber überwunden werden kann, wenn Sie nachweisen können, dass Ihre Technologie 5G nicht unterstützt“, sagte ein Chiphersteller, der an Gesprächen mit den US-Behörden beteiligt war.

Dieser Schritt könnte für Huawei, das seit letztem Jahr unter dem US-Handelsverbot leidet, ein großer Segen sein. Die jüngsten Beschränkungen der US-Regierung untersagten Huawei die Beschaffung von Hardware, die mit US-Technologien hergestellt wurde. Aufgrund dieser Sanktionen verlor Huawei TSMC als Chiphersteller, was das Ende für seine Kirin-Prozessoren bedeutete.

Zwischen dieser neuen Liefermöglichkeit und dem Schritt, dass auch Samsung Display erlaubt ist, OLED-Panels an Huawei zu liefern, sieht es so aus, als ob sich die harten Beschränkungen gegen Huawei so langsam abmildern.

Auch wenn die USA den Zugang des Unternehmens zu 5G-Geräten Berichten zufolge weiterhin einschränken werden, könnte die Wiederaufnahme anderer Chip-Komponenten bedeuten, dass es doch weiter Kirin-SoC geben könnte.

Die Financial Times berichtet, dass zwei asiatische Halbleiterunternehmen sich optimistisch gezeigt haben, Lizenzen für Geschäfte mit Huawei zu erhalten. „Man hat uns darauf hingewiesen, dass Chips für mobile Geräte kein Problem darstellen“, wurde einer von ihnen zitiert.

Vom US-Handelsministerium gab es noch keine offizielle Stellungnahme zu diesen Hilfsmaßnahmen, so dass man noch abwarten muss.

Quelle(n):
Financial Times

Jörn Schmidt

Von Jörn Schmidt

Android-Fan seit 2010, Outdoor- & Skandinavien-Fan, Kino-Freak und derzeitiger User eines Honor View 20 mit Android 10

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