Volkswagen plant radikalen Umbau: Werksschließungen und riesiger Jobabbau geplant

Bei Volkswagen herrscht intern die klare Einsicht, dass die bisherigen Strukturen für kommende Herausforderungen nicht ausreichen. Das gewohnte Prinzip, Autos zentral in Deutschland zu entwerfen und anschließend weltweit zu vertreiben, gilt in Wolfsburg nicht länger als zukunftssicher. Stattdessen forciert der Konzern eine Strategie der starken Lokalisierung in den Auslands märkten, ähnlich dem bereits eingeschlagenen Kurs in China. Für die hiesigen Standorte bedeutet dieser Kurswechsel nichts Gutes, da die Konzernführung die Sicherheit deutscher Werke nicht mehr garantiert.
Besonders das auf Elektrofahrzeuge spezialisierte Werk in Zwickau bleibt ein Wackelkandidat in der strategischen Planung. Um die bestehenden Überkapazitäten in den Griff zu bekommen, plant VW den Abbau von Kapazitäten für insgesamt eine Million Fahrzeuge, wobei die Streichungen zu jeweils 50 Prozent auf Europa und China entfallen sollen. Externe Experten bringen derweil drastische Schritte ins Gespräch, die von kompletten Werksschließungen bis hin zu neuen Partnerschaften mit Rüstungsbetrieben reichen. Details zum überarbeiteten Belegungsplan und weiteren Sparrunden werden nach der Sommerpause 2026 erwartet.
Sorgen bereitet zudem die Tochtermarke Audi, die zuletzt deutlich Marktanteile einbüßte und mit hohen Zollschranken kämpft. Um die Situation in Nordamerika zu stabilisieren, wird der Aufbau einer eigenen Fertigung in den USA in Erwägung gezogen. Die gesamte Neuausrichtung des Geschäftsmodells ist eine Reaktion auf die schwindende Konkurrenzfähigkeit der aktuellen Aufstellung. Ob die geplanten Maßnahmen ausreichen, um den Abwärtstrend zu stoppen, wird sich zeigen, wenn der Aufsichtsrat die konkreten Pläne im Spätsommer vorlegt.
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