Hyundai Ioniq 3: Kompakter ID-Polo-Jäger kommt mit Pleos OS und 400-Volt-Downgrade

Seitenansicht des blauen Hyundai Ioniq 3 vor einer Häuserschlucht
Quelle: Hyundai
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Hyundai zieht das Tuch vom regulären Ioniq 3 und schickt einen kompakten Kampfansager gegen den kommenden VW ID Polo ins Rennen. Das speziell für Europa entwickelte „Aero Hatch“ bricht mit dem 800-Volt-Standard der größeren Brüder, bringt dafür aber eine brandneue Android-Automotive-Architektur in die bezahlbare Kompaktklasse. Damit zielen die Südkoreaner ganz klar auf preissensible Tech-Enthusiasten, die bei der Software absolut keine Abstriche machen wollen.

Downgrade für den Preis: 400 Volt statt E-GMP-Luxus

Um den anvisierten Basispreis von voraussichtlich 30.000 Euro zu halten, streicht Hyundai die prestigeträchtige 800-Volt-Architektur des Ioniq 5 bei diesem Modell komplett. Die beiden verfügbaren Akku-Pendants mit 42,2 kWh und 61 kWh laden im 400-Volt-Netz in 29 beziehungsweise 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Das ist im Segment der kompakten Stromer ein solider Wert, kappt jedoch den massiven Lade-Vorsprung, den sich Hyundai im EV-Markt über die letzten Jahre mühsam erarbeitet hat.

Wichtige Facts zum Ioniq 3

  • Abmessungen: 4.155 mm Länge, 1.800 mm Breite, 1.505 mm Höhe (bei 2.680 mm Radstand).
  • Reichweite (WLTP): Bis zu 344 km (42,2 kWh) oder 496 km (61 kWh).
  • Infotainment: Neues „Pleos Connect“ auf Android-OS-Basis mit 12,9 bis 14,9 Zoll Touchscreen.
  • Pricing: Basismodell startet bei ca. 30.000 Euro, N-Line-Paket erfordert rund 10.000 Euro Aufpreis.

Wohnzimmer-Feeling trifft auf Kratz-Gefahr

Optisch polarisiert der Kompakte mit einzigartigen Lichtleisten und hochglänzend lackierten Radhäusern, die in engen Parklücken schnell zur teuren Kratzer-Falle mutieren dürften. Im Innenraum orientieren sich die Designer an modernen Wohnmöbeln, integrieren eine smarte Beifahrersitz-Verstellung aus dem Fond und verfrachten eine echte Software-Premiere ins Zentrum des Cockpits. Der neue, LLM-basierte KI-Assistent „Gleo AI“ lernt durch Sprachbefehle kontinuierlich lokale Parameter dazu und soll die Fahrzeugbedienung endlich auf ein natürliches Level heben.

Hyundai wagt beim Ioniq 3 einen schmerzhaften, aber nötigen Spagat. Der Verzicht auf die 800-Volt-Architektur tut weh, ist aber der einzig logische Weg, um einen 30.000-Euro-Konkurrenten gegen den VW ID Polo aufzustellen.

Richtig spannend wird das neue Pleos OS: Wenn das auf einem echten Sprachmodell basierende Gleo AI im Alltag hält, was die Pressemappe verspricht, räumt Hyundai hier mühelos die Software-Krone in der Kompaktklasse ab.

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