iPhone Duo im Härtetest: Apples 2.300-Euro-Debakel

Apple iPhone Duo beide Bildschirme
Verpasse keine News, folge mir auf WhatsApp, Mastodon oder Google News

Wer wirklich geglaubt hat, Apple baut im ersten Anlauf das unzerstörbare Luxus-Foldable, den holt Zack Nelson hart auf den Boden der Tatsachen zurück. Der bekannte YouTuber hat das mindestens 2.300 Euro teure iPhone Duo auf seinem Kanal JerryRigEverything durch den berüchtigten Härtetest gejagt. Das Resultat ist für mich ein echtes Desaster: Trotz vollmundiger Versprechen und IP68-Rating verwandelt schon der erste Stresstest das Gerät in funktionsunfähigen Edelschrott.

Dass nach dem Lieferengpass-Desaster beim iPhone Duo nun auch die Hardware patzt, ist extrem bitter. Zwar schlägt sich das äußere Deckglas dank Ceramic Shield 2 wacker und zerkratzt erst ab Stufe 7 der Mohsschen Härteskala. Doch klappt man das Ding auf, folgt die Ernüchterung auf dem Fuß.

Das innenliegende 7,6-Zoll-Display verkratzt bereits bei Stufe 2 durch einen simplen Fingernagel. Apple klebt eine matte Folie über zwei Schichten extrem dünnes Glas (UTG). Zieht man diese Schutzschicht ab, glänzt das Panel zwar merklich kräftiger, offenbart darunter aber eine unschöne, unebene Hügellandschaft.

Sand hebelt das Scharnier aus – trotz IP68-Versprechen

Richtig peinlich wird es beim Schmutztest. Apple bewirbt das iPhone Duo offensiv mit einer IP68-Zertifizierung gegen Staub und Wasser. In der Praxis reichte eine einfache Handvoll Sand völlig aus, um den aufwendigen Titan-Klappmechanismus komplett lahmzulegen.

Die Schmutzpartikel dringen tief in das Gelenk ein und blockieren den Schließwinkel vollständig. Die verbauten Haltemagnete sind schlicht zu schwach, um gegen den Dreck anzukommen – das Telefon bleibt permanent einen Spaltbreit geöffnet. Dass kurz nach dem Verkaufsstart bereits Displays am Scharnier brachen, wirkt angesichts dieser mechanischen Anfälligkeit keineswegs wie Einzelfälle, sondern wie ein handfester Konstruktionsfehler.

Biegetest zerstört das AMOLED-Panel endgültig

Beim Biegetest gegen die Faltrichtung folgte die finale Zerstörung. Zwar bleibt der Titanrahmen erstaunlich stabil, doch das flexible OLED-Panel kapituliert sofort: Schon beim ersten festen Druck bildeten sich von der Mitte ausgehend breite, giftgrüne Streifen quer über den Bildschirm.

Ein zweiter Nachdruck gab der Touch-Bedienung den finalen Rest – die Eingabe reagierte überhaupt nicht mehr. Dass Samsung mit dem Galaxy Z Fold 8 in der achten Modellgeneration denselben Stresstest ohne jeden Schaden übersteht, zeigt den extremen Klassenunterschied. Samsung hat Schmutzkanäle und Anschläge über Jahre optimiert, während Apple im ersten Falt-Jahr schmerzhaftes Lehrgeld zahlt.

1.150 Euro Reparaturkosten besiegeln den Totalschaden

Für Käufer wird jeder Defekt zur finanziellen Katastrophe. Satte 1.150 Euro verlangt Apple für den Austausch des inneren Falt-Bildschirms ohne AppleCare+. Das ist exakt die Hälfte des Neupreises und erinnert fatal an die absurden Reparaturpreise beim Xiaomi 18 Fold.

Bei Samsung kostet dieselbe Reparatur rund 50 Prozent weniger. Wer 2.300 Euro für ein Erstlingswerk auf den Tisch legt, muss wissen: Ein Tag am Strand oder versehentliches Draufsetzen kann aus dem Luxus-Smartphone binnen Sekunden einen wirtschaftlichen Totalschaden machen. Für mich ist das iPhone Duo in dieser Form schlicht nicht alltagstauglich.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube (öffnet in neuem Tab).

Google bevorzugte Quelle Schmidtis Blog Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen

Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert