iPhone Duo: Apples weltweiter Verkaufsstart gerät zum Desaster

Apple iPhone Duo beide Bildschirme
Quelle: Apple
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Wer am vergangenen Freitag pünktlich zum Start der Vorbestellungen zuschlagen wollte, rieb sich verwundert die Augen: Das iPhone Duo war binnen Minuten de facto vergriffen. Statt das erste Falt-Smartphone kontrolliert in zwei Testmärkten zu etablieren, drückt Apple das Gerät zeitgleich in über 70 Ländern in die Kanäle. Das Resultat ist ein globales Lieferchaos, das Vorbestellungen bis in den Februar 2027 vertagt. Für mich ist diese Verkaufsstrategie kein logistischer Stolperer, sondern ein kalkulierter Tritt gegen das Schienbein der treuesten Kundschaft.

Bloomberg-Insider Mark Gurman bringt es auf den Punkt: Apple hat hier einen gravierenden Fehler begangen. Das Management wusste ganz genau, wie schlecht es um die Stückzahlen stand. Bereits Ende August tröpfelten gerüchteweise täglich nur wenige hundert Einheiten von den Bändern. Dennoch hielt Cupertino stur am Vorverkaufsstart am 16. Oktober 2026 fest, obwohl schon Minuten später der iPhone-Duo-Vorverkauf bei den Lieferzeiten bis ins Jahr 2027 abrutschte.

Keine Geräte für den Apple Store: Laufkundschaft bleibt draußen

Der offizielle Verkaufsstart am 23. Oktober 2026 verkommt damit zur Farce. Apple hat seine Store-Mitarbeiter laut MacRumors bereits angewiesen, spontane Käufer an der Tür abzuwimmeln. Es gibt am Erstverkaufstag schlichtweg keine freien Geräte für die Laufkundschaft.

Wer ohne bestätigte Vorbestellung in eine Filiale spaziert, geht garantiert leer aus. Selbst Apple rät online bereits dazu, die lokale Verfügbarkeit vorab zu prüfen – ein zynischer Hinweis bei faktisch nicht existenten Restbeständen. Statt wie ursprünglich geplant nur die USA und China zu beliefern, wollte der Konzern das Prestigemodell vor dem wichtigen ersten Quartal des Geschäftsjahres weltweit im Schaufenster parken.

2.300 Euro für ein Smartphone mit Ablaufdatum

Besonders bitter trifft es Vorbesteller beim Blick auf den Kalender. Wer sein Gerät erst im Spätwinter erhält, nutzt ein Luxus-Smartphone für über 2.300 Euro, das nach nur sieben Monaten von der nächsten Generation abgelöst wird. Denn im Herbst 2027 steht bereits das iPhone Duo 2 auf dem Plan.

Das schmerzt umso mehr, als Apple bereits an den Bauteilen sparte: Die Kamera-Hardware des iPhone Duo mit Spar-Sensoren aus dem Einstiegsbereich bot schon zur Präsentation reichlich Angriffsfläche. Frühe Dokumente belegten längst, dass Apple beim faltbaren Smartphone bereits die nächsten Generationen plant, um Entwicklungskosten bei den Early Adoptern abzuladen.

Reine Schaufenster-Politik: Ausweichkäufe fest eingeplant

Hinter dem Frust steckt Methode. mobiFlip-Autor Oliver Schwuchow trifft den Nagel auf den Kopf: Das erste Falt-iPhone ist primär eine gigantische Werbetafel. Apple reicht die Handvoll fertiger Geräte an Prominente und Influencer weiter, erzeugt maximale Medienpräsenz und lockt Neugierige in die Läden.

Steht der Kunde erst einmal mit leeren Händen im Store, greift der eigentliche Plan. Wer das Foldable nicht bekommt, weicht frustriert auf die klassischen Flaggschiffe aus, bei denen der Verkaufsstart des iPhone 18 Pro mit Preisen ab 1.449 Euro die Kassen klingeln lässt. Da hilft es auch wenig, dass der Tausch der Schutzschicht beim iPhone Duo mit AppleCare+ für 19,99 US-Dollar vergleichsweise günstig bleibt.

Wenn Du nicht zu den wenigen Glücklichen mit Liefertermin im Oktober 2026 gehörst: Finger weg von Neubestellungen. Vier Monate Wartezeit für ein Foldable der ersten Generation sind bei diesem Modellwechsel-Zyklus schlicht verbranntes Geld.

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