Keine China-Rettung für VW: Konzernchef Blume erteilt Gerüchten eine Absage

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Quelle: Volkswagen AG
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Volkswagen teilt seine Werkshallen in Europa vorerst nicht mit der chinesischen Konkurrenz. Konzernchef Oliver Blume widersprach auf einer Betriebsversammlung in Wolfsburg entsprechenden Spekulationen. Es gebe aktuell keinerlei Gespräche oder Pläne mit Autobauern aus Asien über eine gemeinsame Fabriknutzung.

Überkapazitäten und Kostendruck in Europa

Das Problem der leeren Hallen bleibt bestehen. VW baut in Europa schlicht mehr Autos, als der Markt schluckt. Das alte Erfolgsrezept, Fahrzeuge in Deutschland zu fertigen und global zu exportieren, funktioniert nicht mehr. Die Wolfsburger müssen verstärkt direkt in Märkten wie China produzieren.

Das Management verteidigte den harten Sparkurs vor Tausenden Mitarbeitern. Rund 50.000 Stellen fielen in Deutschland bereits weg, auch bei Audi und Porsche. Die Werksschließungen sind laut Konzernleitung vom Tisch. In Emden und Zwickau sanken die Kosten im letzten Jahr um ein Fünftel.

  • Wolfsburg, Emden, Zwickau: Produktionskosten um über 20 Prozent gesenkt.
  • Osnabrück: Verhandlungen über einen Verkauf an einen Rüstungspartner laufen.
  • China-Kooperationen: BYD oder Chery ziehen nicht in deutsche VW-Werke ein.

Kritik von der Betriebsratsspitze

Betriebsratschefin Daniela Cavallo forderte ein sofortiges Ende der Debatten über Werksverkäufe. Die ständigen Diskussionen erzeugen in der Öffentlichkeit das Bild eines Sanierungsfalls. Das Management müsse den Fokus wieder auf den Erfolg der eigenen Produkte legen.

VW hat sich verzockt. Während Tesla die Produktion im Griff hat und BYD günstige Batterien baut, kämpft Wolfsburg mit den Altlasten der eigenen Strategie. Die Absage an China-Partner beruhigt zwar die Belegschaft. Sie löst aber nicht das Kernproblem: Die eigenen E-Autos verkaufen sich zu schleppend, weil Software und Preispolitik noch immer hinterherhinken.

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