Kia EV1 für Europa: 400-Volt-Kleinwagen ab 2027 mit bis zu 480 Kilometern Reichweite

Europa bekommt 2027 einen neuen Einstieg von Kia. Die Koreaner stellen einen kompakten Stromer unter den EV2. Die Länge bleibt bei etwa vier Metern. Die Silhouette fällt flacher aus. Damit entsteht ein klassischer Fünftürer statt eines weiteren Mini-SUV. Intern kursiert der Name EV1. Bestätigt ist der nicht.
Kia peilt für das Modell den B-Segment-Kampf an. Ein elektrisches Gegenstück zum Picanto schließt eine Lücke im Portfolio. Genau dort wollen die Koreaner Kunden abholen, die heute noch Verbrenner fahren.
Die Technikbasis liefert Hyundais 400-Volt-E-GMP. Kia setzt sie auch im EV2 ein. Zwei Akkus sind geplant. 42,2 kWh für die Basis. 61 kWh für die Langstrecke. Das ergibt rund 320 Kilometer im günstigen Einstieg. Die große Variante soll etwa 480 Kilometer schaffen. Konkrete Ladeleistungen nennt Kia bisher nicht [Prüfen]. Preislich soll der Wagen Kias günstigster Stromer werden. Rund 23.000 Euro stehen im Raum. Damit landet er klar unter dem EV2.
Spannend wird der Software-Ansatz. Kia spricht vom ersten softwaredefinierten Fahrzeug in dieser Klasse. Alle Kernsysteme laufen zentral in einer Einheit zusammen. Das klingt nach kürzeren Update-Zyklen und weniger Steuergeräte-Chaos. Ob das im Alltag wirklich spürbar wird, entscheidet die Umsetzung. Hier muss Kia liefern, sonst bleibt es Marketing.
Produziert wird vermutlich in der Slowakei. Dort läuft bereits der EV2 vom Band. Die Strategie heißt: bauen, wo verkauft wird. Für Europa ergibt das Sinn. Bis 2030 will Kia weltweit 14 Stromer anbieten. Darunter neun SUVs, zwei Pkw-Modelle und drei Nutzfahrzeuge. Ein großes SUV-Flaggschiff soll 2029 folgen und Sportage-Hybrid-Fahrer abholen.
CEO Ho Sung Song sieht den E-Auto-Markt aktuell in einer Durststrecke. Nach dem ersten Hype bremst die Nachfrage. Kia senkt deshalb sein Absatzziel auf eine Million E-Autos pro Jahr bis 2030. Das sind 20 Prozent weniger als früher geplant. Gleichzeitig hält die Marke an Verbrennern und Hybriden fest. Je nach Region läuft die Umstellung unterschiedlich schnell.
Parallel arbeitet Kia an einer neuen Plattform. Sie ersetzt später E-GMP. Versprochen werden 40 Prozent mehr Akkukapazität, 9 Prozent mehr Motorleistung und fünfte Batteriegeneration mit 15 Prozent höherer Energiedichte bei 30 Prozent geringeren Zellkosten. Dazu kommt ein neues Infotainment und teilautomatisiertes Fahren auf Level 2++. Welche Modelle zuerst umsteigen, bleibt offen. Der kommende EV1 startet jedenfalls noch mit der bekannten 400-Volt-Architektur.
Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!
