Schluss mit Hitzestau: Warum Samsung das Smartphone unter Wasser setzen will

Moderne Smartphone-Chips stoßen bei Dauerlast regelmäßig an ihre thermischen Grenzen. Samsung verliert dadurch Leistung, wenn der Prozessor bei grafikintensiven Apps oder langen Rechenprozessen zu heiß wird. Nun steuert eine neue Forschungsabteilung in Südkorea gegen.
Das Produktionstechnologische Forschungsinstitut des Herstellers untersucht den Einsatz von aktiven Systemen. Ingenieure experimentieren mit geschlossenen Flüssigkeitskreisläufen direkt am Prozessor.
Ventilatoren im Gehäuse wackeln
- Flüssigkeitskühlung: Ein geschlossener Kreislauf pumpt Flüssigkeit direkt über die CPU.
- Luftkühlung: Winzige Lüfter blasen die Hitze aus dem Gehäuse.
Luftkühlung über mechanische Lüfter bringt Nachteile mit sich. Die kleinen Rotoren erhöhen das Gerätegewicht. Sie erzeugen im Betrieb ein hörbares Surren im Alltag.
Chinesische Konkurrenten wie Nubia, Oppo und Vivo nutzen solche Lüfter bereits in Gaming-Telefonen. Samsung setzt bisher lediglich auf passive Vapor-Chambers, um die Wärme flächig zu verteilen.
KI-Dienste erzwingen ein Umdenken
Der hauseigene Exynos 2600 nutzt zwar bereits eine spezielle Hitze-Ableitung. Lokale KI-Anwendungen im Smartphone fordern die Hardware künftig aber dauerhaft extrem stark. Ohne aktive Kühlung drosseln die Chips nach wenigen Minuten ihr Tempo, um nicht zu überhitzen.
Apple kühlt iPhones traditionell rein passiv und nimmt Leistungsabfälle bei Hitze in Kauf. Samsung wählt nun den Weg der PC-Bauer. Wann und in welchem Modell die Technologie startet, bleibt offen.
Quelle: sisajournal-e
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