Gestreckte Neue Klasse: BMW prüft den iX3 mit langem Radstand auf Herz und Nieren

BMW schickt das erste Modell seiner neuen Ära in den finalen Härtetest. Der elektrische iX3 mit verlängertem Radstand absolviert finale Erprobungsfahrten auf chinesischen Straßen. Das SUV muss sich bei Extremwetter, im Stop-and-go-Verkehr der Megacitys und auf dünner Höhenluft beweisen.
Das Fahrzeug ensteht beim Partner BMW Brilliance Automotive in Shenyang. BMW schneidert die Variante gezielt auf die Wünsche der Kundschaft vor Ort zu. Dort entscheidet oft der Platz in der zweiten Reihe über den Erfolg eines Autos.
Mehr Zentimeter für den Chefhinterbalkon
- Gewachsener Radstand: Die Achsen rücken um 108 Millimeter weiter auseinander. Das bringt den Radstand auf stattliche 3.005 Millimeter.
- Luxus im Fond: Die Passagiere hinten bekommen dickere Polster und verstellbare Lehnen. Ein kabelloses Ladepad in der Armlehne sorgt für vollen Smartphone-Akku.
- Stauraum wächst: Bei umgeklappter Rückbank schluckt das Heck bis zu 1.900 Liter Gepäck. Der vordere Kofferraum bleibt unverändert klein.
Dicke Versprechen beim Laden und der Reichweite
Deutsche Premium-Hersteller haben in China massiven Boden an die lokale Konkurrenz verloren. Die Langversion des iX3 ist der verzweifelte Versuch, über altbekannte Tugenden wie Beinfreiheit zu punkten. Auf dem Papier klingen 900 Kilometer Reichweite und 400 kW Ladeleistung beeindruckend. Die Wahrheit liegt aber auf dem Platz: Chinas E-Auto-Bauer bieten diese Werte längst zu einem Bruchteil des Preises an. BMW muss liefern, sonst bleibt die Neue Klasse im wichtigsten Markt der Welt ein Ladenhüter.
Die Münchner setzen bei der Plattform auf eine moderne 800-Volt-Architektur. Das System erlaubt eine Ladegeschwindigkeit von bis zu 400 kW an entsprechenden Säulen. Rechnerisch fließen so Strom für 400 Kilometer in zehn Minuten in den Akku.
Der Hersteller verspricht eine Reichweite von über 900 Kilometern nach dem optimistischen chinesischen CLTC-Zyklus. In der europäischen Realität dürfte dieser Wert spürbar schrumpfen. Bei den Türgriffen bricht BMW wohl mit dem aktuellen Prototypen-Look. Die versenkbaren Klappen weichen klassischen Bügelgriffen aus i4 und i5. Das Serienmodell startet zunächst als Allradler unter der Bezeichnung 50 xDrive.
Quelle: BMWBLOG
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